Telematikinfrastruktur

Immer mehr Anbieter kündigen KIM-Dienst an

Der Markt für den neuen Dienst Kommunikation im Medizinwesen formiert sich. Nach wie vor gibt es nur einen Anbieter, aber mehrere stehen wohl kurz vor dem Start.

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Aus der Praxis-EDV in die Telematikinfrastruktur. So sollen E-Arztbriefe und andere Nachrichten zukünftig verschickt werden.

Aus der Praxis-EDV in die Telematikinfrastruktur. So sollen E-Arztbriefe und andere Nachrichten zukünftig verschickt werden.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Berlin. Mit der Telekom hat am Montag ein weiterer Anbieter angekündigt, mit dem Feldtest für einen KIM-Dienst zu beginnen. Die gematik, die Betriebsgesellschaft für die Telematikinfrastruktur, habe der Telekom die erforderliche Zulassung für den Dienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM) gegeben.

Über KIM sollen unter anderem die elektronische AU-Bescheinigung, elektronische Arztbriefe und weitere Nachrichten von Arzt zu Arzt oder zu den Körperschaften laufen. Bisher ist – seit Sommer – lediglich der KIM-Dienst der CompuGroup Medical zugelassen.

Nach aktuellen Informationen des Unternehmens sind bereits mehr als 40 000 Anwender mit den Komponenten für KIM ausgestattet, einige hundert Anwender hätten sich bereits angeschlossen, so Dr. Tino Großmann, Senior Vice President Connectivity bei der CompuGroup Medical, auf Anfrage der „Ärzte Zeitung“. Unter anderem haben der österreichische Anbieter RISE und zuvor die Kassenärztliche Bundesvereinigung angekündigt, bald mit einem eigenen Angebot am Markt zu sein, ebenso das Hamburger Unternehmen akquinet.

Bei allen genannten Anbietern laufen bereits Feldtests. DGN Deutsches Gesundheitsnetz will zu Beginn des neuen Jahres mit einem Feldtest starten, bietet aber, wie die anderen Anbieter, an, dass Ärzte bereits jetzt eine E-Mail-Adresse über KIM vorreservieren können und einen E-Arztausweis bei den Partnerunternehmen zu bestellen. Der elektronische Ausweis ist Voraussetzung für die Nutzung vieler Anwendungen über KIM ist.

Einstieg und Betrieb von KIM wird gefördert

KIM könne entweder mit herkömmlichen E-Mail-Programmen genutzt werden oder in Praxisverwaltungs- beziehungsweise Krankenhausinformationssysteme integriert werden, schreibt die Telekom in der Pressemitteilung von Montag. Der Feldtest werde in Zusammenarbeit mit den KVen Baden-Württemberg, Bayerns, Berlin und Nordrhein durchgeführt.

KIM ist über die Telematikinfrastruktur nutzbar und ermöglicht den Versand vertraulicher Nachrichten, Daten und weiterer Dokumente wie Arztbriefe und Abrechnungen. Der Schutz von Patientendaten wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit entwickelt. Die Teilnahme an KIM wird für Ärzte von den Krankenkassen bezuschusst. E-Arztbriefe sollen ab April 2021 nur noch dann honoriert werden, wenn sie über KIM verschickt werden. (ger)

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