Corona-Infektionen

Intensivmediziner erwarten geringere Corona-Hospitalisierungsrate im Herbst

DIVI-Vorstand Stefan Kluge rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger COVID-19-Patienten in Kliniken und auf Intensivstationen als in der jüngsten Pandemie-Hochphase. Trotzdem mahnt er, weiter Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Veröffentlicht:
COVID-19-Station am Uniklinikum Leipzig: Im Frühjahr stieg die Zahl der COVID-Patienten mit schweren Verläufen nicht nur im Klinikum in Leipzig. Für den Herbst erwarten Intensivmediziner indes weniger Hospitalisierungen.

COVID-19-Station am Uniklinikum Leipzig: Im Frühjahr stieg die Zahl der COVID-Patienten mit schweren Verläufen nicht nur im Klinikum in Leipzig. Für den Herbst erwarten Intensivmediziner indes weniger Hospitalisierungen.

© Waltraud Grubitzsch/dpa

Berlin. Intensivmediziner rechnen bei einer neuen Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen als in der jüngsten Hochphase.

„Ich bin mir sicher, dass die Zahlen der Patienten auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern bei einer vierten Welle nicht so hoch sein werden wie bei der dritten Welle“, sagte Professor Stefan Kluge, Vorstandsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag).

Zugleich sagte er aber auch: „Es ist noch nicht vorbei.“ Das Virus sei in seiner Delta-Variante viel ansteckender als noch vor einem Jahr. „Deshalb sollten jetzt auch nicht alle Regeln, wie etwa das Maskentragen in Supermärkten, aufgehoben werden.“

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Datawrapper Um mit Inhalten aus Datawrapper zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Zum permanenten Aktivieren können Sie alle Targeting (3rd party)-Cookies hier aktivieren. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Sorge um Nachholeffekt bei anderen Krankheiten

Die Leiterin der Klinischen Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Berit Lange, wies auf eine andere Gefahr hin. „Eine zusätzliche Befürchtung ist, dass es zu einem Nachholeffekt anderer Krankheiten kommt“, sagte sie. „Aus Großbritannien und den Niederlanden gibt es dazu Berichte, dass sich besonders mehr kleine Kinder als in anderen Jahren mit dem RSV, dem Respiratorischen Synzytial-Virus, infizieren.“

Kämen dazu noch steigende Corona- und Influenza-Infektionen, könne es wieder zu Überlastungen des Gesundheitssystems kommen. Das Respiratorische Synzytial-Virus löst Atemwegserkrankungen vor allem bei Kleinkindern aus. (dpa)

Mehr zum Thema

Schleswig-Holstein

Fachklinik Aukrug soll moderner werden

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

© Maksim Tkachenko / Getty Images / iStock

SARS-CoV-2 und COVID-19

Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Verhandlungen um den Orientierungswert 2022 sind abgeschlossen.

© Michaela Illian

Ärzte-Honorar 2022

Es hagelt Kritik für das Honorar-Ergebnis

Über die Notwendigkeit von Impfboostern wird intensiv diskutiert. Klare Fakten fehlen dazu bisher.

© Kt Stock / stock.adobe.com

Real-World-Daten aus Israel

Mit Booster-Impfung sinkt das Risiko für Impfdurchbrüche erheblich