Kommentar – Telematikinfrastruktur

Investition in die Zukunft

Von Hauke Gerlof Veröffentlicht: 11.10.2017, 05:05 Uhr

Die Krankenkassen machen Tempo bei der Digitalisierung. Der Start der elektronischen Patientenakte über die Telematikinfrastruktur (TI) steht frühestens 2019 auf der Agenda – im Gesundheitsministerium geht man sogar davon aus, dass erst 2021 alle Patienten über eine sektorübergreifende E-Akte verfügen werden. So lange wollen viele Kassen nicht warten. Sie setzen eigene Gesundheitsakten-Projekte auf die Schiene.

Wichtiges Kennzeichen dieser neuen Akten: Patienten können auch ohne Arzt auf ihre Daten zugreifen oder auch selbst eigene Daten in die Akte hochladen. Damit wird die entscheidende Schwäche – die Möglichkeit für Patienten, mit der eigenen Akte zu arbeiten – behoben. Dass dies dringend nötig ist, ist nun endlich Konsens in der Selbstverwaltung. Auch die KBV hat diese Forderung kürzlich aufgestellt.

Mit ihrer digitalen Akte prescht die AOK jetzt in zwei Bundesländern vor. Entscheidend ist, dass von vornherein auch niedergelassene Ärzte mit ins Boot genommen werden. Die Akte der AOK ist nicht als Insellösung konzipiert, sondern soll an die TI angedockt werden. Für Ärzte ist das ein wichtiges Signal: Wie auch immer sich das Projekt Gesundheitskarte weiterentwickelt – die Investition in den Konnektor hat Zukunft.

Lesen Sie dazu auch: Start im Haff: AOK präsentiert eine digitale Gesundheitsakte

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