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Jeder zweite Arzt setzt auf Vernetzung

NEU-ISENBURG (reh). Ohne Vernetzung geht in Zukunft nichts, das glauben 80 Prozent der niedergelassenen Ärzte. Dabei bezeichnet jeder Zweite sie als echte Chance. Für fast 30 Prozent ist sie eine Notwendigkeit ohne Alternative. Und jeder Zehnte hat sogar schon einen Zukunftsplan.

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"Wie sehen Sie den Wandel im Gesundheitswesen?", haben wir Sie Ende August gefragt. Schließlich waren Ärzte nie so vielen Veränderungen ausgesetzt wie in den letzten Jahren. Dabei wurden neue Versorgungsstrukturen vom Gesetzgeber bewusst forciert. Fast 3500 Ärzte haben sich an der Umfrage beteiligt.

Das Ergebnis des großen Praxisquorums, einer gemeinsamen Aktion von "Ärzte Zeitung", "WirtschaftsTipp" und PVS/Die Privatärztlichen VerrechnungsStellen, ist eindeutig. Die Niedergelassenen beschäftigen sich schon recht intensiv mit neuen Versorgungsformen. Für immerhin 80 Prozent ist Vernetzung in Zukunft wichtig. Angst macht den Niedergelassenen dieser Wandel jedoch nicht. Sie sehen diese Veränderung eher als Chance, zumindest jeder Zweite. Und diese Chance wollen viele bald nutzen: 40 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen sich in nächster Zeit mit Kollegen, Kliniken oder anderen Leistungserbringern vernetzen. Jeder Zehnte scheint sogar schon einen fertigen Plan in der Schublade zu haben, denn er will kurzfristig aktiv werden. Etwa 30 Prozent möchten die Zusammenarbeit innerhalb der nächsten drei Jahre angehen.

Doch das ist nicht alles: Weitere 20 Prozent haben langfristig vor, sich zu vernetzen. Hier steht zwar der Zeithorizont noch nicht fest, aber Gedanken, in welche Richtung die Vernetzung gehen könnte, haben sie sich eben doch gemacht. Eines ist sicher, in den nächsten drei Jahren könnte sich die Versorgungslandschaft stark verändern. Auch das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz bietet ja einige Möglichkeiten. Bisher sind allerdings noch 60 Prozent der Umfrageteilnehmer in Einzelpraxen tätig.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Versorgung mit Perspektive

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Vernetzung - für Ärzte eher Chance als Gefahr

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