Apps im klinischen Alltag

KBV und BÄK veröffentlichen Handreichung zu Gesundheits-Apps

Neun DiGA sind derzeit in der Erstattung, andere Gesundheits-Apps sind zu tausenden frei verfügbar. Eine neue Handreichung will Ärzten Orientierung geben.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Anzahl verschreibungsfähiger Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) wird zusehends größer, das Angebot frei herunterladbarer Gesundheits-Apps in den App-Stores nimmt zu. Für Ärzte ergeben sich damit neue Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten – aber auch neue Fragen.

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat nun die Handreichung „Gesundheits-Apps im klinischen Alltag“ erarbeitet. Diese soll Ärzten Antworten auf die drängendsten Fragen zum Umgang mit Gesundheits-Apps geben. Herausgeber sind die Bundesärztekammer (BÄK)und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Die Handreichung beinhaltet auch ein Informationsblatt für Patienten, das zum Download bereitsteht.

Fallbeispiele aus der Praxis

Anhand von Fallbeispielen wird unter anderem erläutert, wie Ärzte ihre Patienten zu einer App beraten sollen oder wie sie reagieren sollten, wenn ihnen ohne vorherige Absprache digitale Daten übermittelt werden. Darüber hinaus werden Ärzte selbst als App-Nutzer in den Blick genommen – etwa unter den Fragestellungen „Wie zuverlässig sind Leitlinien-Apps“, „Was muss ich bei Apps ausländischer Anbieter beachten“ oder „Wo finde ich geeignete Apps zu meinem Fachgebiet“.

Die Informationen in der Handreichung umfassen Gesundheits-Apps allgemein, aber auch die seit Oktober verschreibungsfähigen „DiGA“. Bisher sind neun DiGA vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen und im DiGA-Verzeichnis gelistet. Die Indikationen umfassen Migräne, Multiple Sklerose, Phobien, Tinnitus, Depression, Insomnie, Adipositas und Koxarthrose. (mu)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Langjähriger Verbandschef meldet sich zurück

Werner Baumgärtner will bei Neuwahl des MEDI-Vorstands mitreden

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Eine Frau hat Schmerzen im Unterbauch aufgrund einer Blasenentzündung und hält sich mit der Hand den unteren Bauch.

© Aleksandr Rybalko / stock.adobe.com

Urogenitale Malignome

Akute Zystitis kann auf künftigen Krebs hinweisen

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!