KV Hessen will gegen AKR mobil machen

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FRANKFURT/MAIN (mn). Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen sieht mit der Einführung der Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) einen Super-Gau auf die niedergelassenen Ärzte zukommen.

Es sei nicht nur die bürokratische Mehrarbeit, die die Ärzte bewältigen müssen, sondern auch der Datenschutz werde mit Füßen getreten, so Dr. Gerd Zimmermann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Hessen bei einer Veranstaltung in Frankfurt. "Wir sind nicht generell gegen die Kodierrichtlinien, sondern nur gegen die jetzige Form", sagte Zimmermann.

Die KV fordert deshalb, dass die Probezeit von sechs Monaten auf zwei Jahre verlängert wird, damit Ärzten die komplizierte Umsetzung der Richtlinien erleichtert wird und auch datenschutzrechtliche Fragen noch geklärt werden können.

Denn mit den AKR werden ärztliche Diagnosen zukünftig wesentlich detaillierter an die Krankenkassen übermittelt als bisher. Dies könne sich für Patienten, zum Beispiel beim Abschluss einer Lebensversicherung nachteilig auswirken, so die KV.

Um die datenschutzrechtlichen Fragen zu klären, will die KV Hessen ein Gutachten in Auftrag geben. "Je nachdem was bei dem Gutachten herauskommt, wollen wir die Scharfschaltung der AKR im Juli 2011 mit einer einstweiligen Anordnung verhindern", sagte der KV-Vize.

Zimmermann hofft außerdem, dass sich noch weitere Landes-KVen gegen die Einführung aktiv wehren werden. "Die KVen müssen endlich aufwachen."

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