Kommentar – KRITIS

Kliniken in Zugzwang

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Na endlich! Die zweite Tranche der Verordnung zu kritischen Infrastrukturen (KRITIS), die besonders gegen Cyber-Angriffe geschützt werden müssen, wird noch im Juni in Kraft treten. Das bringt im Gesundheitswesen nicht nur große Kliniken in Zugzwang, sondern auch medizinische Labors, Hersteller bestimmter, lebenswichtiger Medizinprodukte sowie große Arzneihändler.

IT-Sicherheit steht bei Investitionen in Krankenhäusern bislang nicht an erster Stelle. So manche Klinik hat für diese Nachlässigkeit auch bereits viel Lehrgeld gezahlt.

Ob es nun gleich ein Förderprogramm über 10 Milliarden Euro sein muss, um Krankenhäuser besser abzusichern und mit moderner IT auszustatten, wie der Marburger Bund fordert, darüber mögen Experten streiten.

Aber wenn die Länder die Kliniken bei dieser Aufgabe allein lassen – und nicht nur die großen Häuser mit mindestens 30.000 vollstationären Fällen, wie jetzt in der Verordnung vorgesehen – dann machen sie sich bei der nächsten Trojaner-Attacke mitschuldig.

Und welch drastische Folgen das haben kann, hat der "WannaCry"-Angriff vor einigen Wochen in Großbritannien allzu deutlich gezeigt.

Lesen Sie dazu auch: KRITIS: IT-Sicherheitsgesetz wird scharf geschaltet

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