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Kooperation im Kleinen

Von Jürgen Lutz Veröffentlicht:

Auf Kliniken sind niedergelassene Fachärzte derzeit nicht gut zu sprechen. Etliche Kollegen fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz, wenn eine Klinik Arztsitze aufkauft, um mit einem Medizinischen Versorgungszentrun Synergien und neue Geldquellen zu erschließen. Betroffene plagt vor allem die Sorge: Wie lange dauert es, bis meine Patienten in diesen ambulant-stationären Versorgungskomplex abgewandert sind?

Zum Glück stehen die Zeichen nicht überall auf Konfrontation. In Unterfranken etwa müht sich ein Kreiskrankenhaus um Kooperation mit Niedergelassenen. Dort entsteht ein Ärztehaus, an dem sich Neurochirurgen, Gynäkologen, Orthopäden und andere Fachärzte in eigener (Zweig-)Praxis niederlassen sollen.

Der Vorteil für das Krankenhaus: mehr Fachkompetenz und teure Geräte in unmittelbarer Nähe. Der Nutzen für die Fachärzte unter anderen: wirtschaftlicher Betrieb von Großgeräten, extrem kurze Wege für Belegärzte. Nicht zuletzt profitieren die Patienten von dem medizinischen Know how in dem eher karg versorgten Landstrich.

Als generelles Modell für Kliniken und Niedergelassene dürfte dieses Projekt aber kaum taugen. Dafür schielen viele Krankenhäuser zu sehr auf die Fleischtöpfe der ambulanten Versorgung. Doch überall dort, wo kleine Kliniken sich selbst behaupten müssen, könnten solche Kooperationen ein probates Mittel sein. Not macht eben erfinderisch - auch die Kliniken.

Lesen Sie dazu auch: Ärztezentrum ergänzt Kreiskrankenhaus

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