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Quartalsbilanz

Morphosys überrascht Analysten beim Umsatz

Mit guten Umsatzzahlen schließt das Biotech-Unternehmen Morphosys das erste Quartal 2023 ab. Auf der Ergebnisseite stehen jedoch nach wie vor rote Zahlen.

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Planegg. Nach einem unerwartet starken Schlussquartal 2022 hat sich das Biotechunternehmen Morphosys auch zum Jahresauftakt 2023 besser geschlagen als am Markt gedacht. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um gut die Hälfte auf 62,3 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am späten Mittwochabend in Planegg mitteilte. Dies war deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten.

Morphosys profitierte in den drei Berichtsmonaten bis Ende März unter anderem von einem lebhafteren Geschäft mit seinem Blutkrebsmedikament Monjuvi®. Dieses spülte 20,8 Millionen Dollar (19,4 Millionen Euro) in die Konzernkasse, ein Jahr zuvor waren es noch 18,7 Millionen Dollar gewesen. Der Konzern weist die in den USA erzielten Umsätze konkret aus, da er die Vermarktungsrechte außerhalb der Vereinigten Staaten an den Partner Incyte abgegeben hat - hierfür fließen dann Lizenzgebühren, die im Berichtszeitraum 0,7 Millionen Euro ausmachten.

Neue Zulassung als Hoffnungsträger

Ergebnisseitig steckt Morphosys weiter in den roten Zahlen. Zwar sanken die Vertriebskosten im vergangenen Quartal, doch gab das Unternehmen über ein Viertel mehr für die Forschung und Entwicklung aus als im Vorjahr. Hier schlugen zuletzt zusätzliche Kosten für wichtige Studien zu Monjuvi® und der Krebsarznei Pelabresib zu Buche. Der operative Verlust erhöhte sich so mit 69,5 Millionen Euro zwar noch leicht (Vorjahr: minus 68 Mio Euro). Analysten hatten jedoch mit einem schlechteren Betriebsergebnis gerechnet - bei zugleich weitaus weniger Umsatz. Unter dem Strich konnte Morphosys seinen Fehlbetrag um rund zwei Drittel auf 44,4 Millionen Euro reduzieren.

Seine Jahresprognose bestätigte der Vorstand, demnach schließt das Führungsteam um Jean-Paul Kress weiterhin auch einen Rückgang der Umsätze mit Monjuvi® in diesem Jahr nicht aus. Mittelfristig will Morphosys auch dank einer erhofften Zulassung für Pelabresib wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Bei der Rekrutierung von Patienten für die laufende zulassungsrelevante Studie kam der Konzern zuletzt schneller voran. Forschungsergebnisse werden nun für Ende 2023 erwartet, wie Morphosys Anfang April mitgeteilt hatte. (dpa)

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