Kommentar

Nadelstiche für das Reich der Mitte

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Kritik für politische Entscheidungen ist der Führung der Volksrepublik China sicher kein Novum. Nun kommt jedoch Kritik von ungewohnter Seite - und trifft das Reich der Mitte potenziell tief ins Mark.

Ausgerechnet für den - stattgegebenen - Antrag Pekings bei der UNESCO, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) den Status des "immateriellen Weltkulturerbes" zuzugestehen, hagelt es harsche Worte aus Deutschland.

Durch die Klassifizierung der TCM als Kultur sehen die Vertreter des Deutschen Instituts für TCM die Weiterentwicklung des Tradierten aus medizinischer Sicht in Gefahr.

Das Argument ist nicht ganz nachvollziehbar: Wieso soll die Klassifizierung der TCM als Kultur Ärzte in Deutschland daran hindern, medizinisch induzierte Fortschreibungen zu erforschen und zu etablieren?

China wird diese, den Erfolg vorausgesetzt, sicher schnell im eigenen Land adaptieren helfen. Der Vorwurf aus Deutschland, China habe vor seiner Entscheidung ausländische Akupunkteure nicht gefragt, mutet hanebüchen an.

Unstrittig wie selten kann sich das Stammland der TCM - wenn es überhaupt offiziell reagiert - darauf berufen, dass dies eine ungebetene Einmischung in innere Angelegenheiten ist.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: TCM-Ärzte empört über Akupunktur als "immaterielles Weltkulturerbe"

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

NutriNet-Santé-Studie

Viel Konservierungsstoffe in der Nahrung – erhöhtes Krebsrisiko?

Datenanalyse

Demenzschutz durch Zosterimpfung: Studie liefert erneut Hinweise

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten