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SARS-CoV-2

Nächster COVID-Impfstoff-Kandidat geht in Phase III

Nach zwei mRNA-Impfstoffkandidaten gelangt mit AstraZenecas „AZD1222“ jetzt eine DNA-Vakkzine in fortgeschrittene Wirksamkeitstests am Menschen.

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Der Impfstoffkandidat wird nach Angaben von Hersteller AstraZeneca auch bereits in Großbritannien, Brasilien, und Südafrika am Menschen getestet. (Symbolbild)

Der Impfstoffkandidat wird nach Angaben von Hersteller AstraZeneca auch bereits in Großbritannien, Brasilien, und Südafrika am Menschen getestet. (Symbolbild)

© janvier / stock.adobe.com

London. Nun hat auch AstraZeneca eine große klinische Phase-III-Studie mit einem Impfstoffkandidaten zur COVID-19-Prävention begonnen. Wie der schwedisch-britische Hersteller mitteilt, sei die Patientenrekrutierung in den USA, wo die Studie schwerpunktmäßig stattfinden soll, jetzt angelaufen. Gesucht würden dort bis zu 30.000 Teilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren.

AstraZeneca arbeitet an einem von der Universtät Oxford einlizenzierten, vektorbasierten DNA-Impfstoff („AZD1222“), der für das Spike-Protein kodiert. An dem Entwicklungsprojekt beteiligen sich mehrere US-Behörden, die dem Gesundheitsministerium unterstehen. Erst im Mai hatte die BARDA (Biomedical Advanced Development Authority) eine Finanzierungszusage über mehr als eine Milliarde Dollar gegeben.

Der Kandidat werde aber auch bereits in Großbritannien, Brasilien, und Südafrika am Menschen getestet. Geplant seien außerdem Versuchsreihen in Japan und Russland. Insgesamt sollen den Angaben zufolge placebokontrollierte Wirksamkeitsdaten für AZD1222 mit Hilfe von weltweit bis zu 50.000 Teilnehmern erhoben werden.

„Faire Verteilung“ versprochen

AstraZeneca bekräftigte zugleich, sich im Erfolgsfall für eine faire Verteilung seines Impfstoffs einsetzen zu wollen. Dabei lasse man sich nur von wissenschaftlichen Kriterien und Patienteninteressen leiten, versichert das Unternehmen („follow the science and put patients first“).

Nach Vorbestellungen mehrerer Länder – namentlich genannt werden Russland, Südkorea, Japan, China und Brasilien – sei man dabei, Kapazitäten für rund drei Milliarden Impfstoffdosen Jahresproduktion aufzubauen.

Erst kürzlich hatten bereits die Wettbewerber Moderna sowie Pfizer und BioNTech den Beginn der klinischen Phase III mit ihren experimentellen Coronavakzinen bekannt gegeben. In beiden Fällen handelt es sich um mRNA-Kandidaten („mRNA-1273“ von Moderna und „BNT162“ von BioNTech und Pfizer). (cw)

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