Niedersachsens KV-Vize kritisiert E-Card

HANNOVER (cben). Niedersachsens KV-Vize, Hausarzt Dr. Jörg Berling, hat die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) kritisiert. Zugleich schaffen die Vertragsärzte Tatsachen.

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"Für den später geplanten Online-Betrieb sind noch viele Fragen offen, die im Interesse der Patienten und der Ärzte abschließend geklärt werden müssen" sagte Berling.

Die bisherigen Online-Tests hätten ergeben, dass das Einlesen der Karte in der Arztpraxis zu zeitaufwendig sei. Auch müsse über die zentrale Speicherung der Patienteninformationen neu nachgedacht werden, hieß es.

Nicht jede Region in Niedersachen mit schneller Internetverbindung ausgestattet

"Die KVN und die niedersächsischen Vertragsärzte werden hier als Anwälte der Patienten auftreten und die Datensicherheit immer wieder hinterfragen", kündigte Berling an. Zudem sei im ländlichen Niedersachsen nicht jede Region mit schnellen Internetverbindungen ausgestattet, kritisierte der KVN-Vize.

Damit seien wichtige Daten unter Umständen in den Praxen nicht verfügbar.

"Nutzen im Verhältnis zu den Kosten stehen"

Unterdessen haben in Niedersachsen Ende September 82 Prozent der rund 11.100 Praxen bei der KV den Antrag auf Zuschuss zum Lesegerät der eGK gestellt, sagte der Sprecher der KV Niedersachsen, Detlef Haffke. "Die meisten Zuschüsse sind schon ausgezahlt."

Berling forderte im Hinblick auf den Praxis-Alltag mit der Karte: "Der zu erwartende Nutzen muss in einem gesunden Verhältnis zu den Kosten stehen. Insbesondere müssen die Ärzte Transparenz über die tatsächlichen Betriebskosten erhalten."

Berling forderte vor allem eine einfache Handhabung. "Wenn der Patient in der Praxis erst eine PIN eingeben muss und dann Daten in eine geplante Patientenakte geschrieben werden, wird das den bewährten Arbeitsablauf in der Praxis nachhaltig verzögern."

Lesen Sie dazu auch: Wenn die Gesundheitskarte Probleme macht

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