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Nordosten setzt auf Gesundheitsurlauber

ROSTOCK (di). Das Gesundheitswesen ist im Nordosten auf dem Weg zum wichtigsten Wirtschaftszweig. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) rechnet mit anhaltendem Wachstum.

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"Die Gesundheitswirtschaft wirkt als Wachstumstreiber", stellte Sellering kürzlich auf der sechsten Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft für sein Bundesland fest. Die Branche erzielt nach seinen Angaben im Nordosten einen Anteil von 13 Prozent an der gesamten Wertschöpfung im Land und beschäftigt 15 Prozent aller Erwerbstätigen. Als Grund für seinen Optimismus gab Sellering eine rasch wachsende Zahl von Menschen an, die aus eigener Tasche für Leistungen rund um die Gesundheit bezahlen. Auch in den Köpfen der Politiker ist nach seiner Beobachtung ein Bewusstseinswandel für das Gesundheitswesen vom Kosten- zum Wirtschaftsfaktor vollzogen.

Angesichts der positiven Zahlen nannte Sellering die Etablierung der Branchenkonferenz in Rostock eine der wichtigsten politischen Entscheidungen seit der Wende für die Entwicklung seines Landes. Das will künftig durch Gesundheitsurlauber noch stärker wachsen. Dafür will man Angebote zwischen der Medizin und Wellness etablieren.

Ziel sei es, die Menschen von der Notwendigkeit präventiver Maßnahmen zu überzeugen. Experten wie Jan van Lente, Leiter der Abteilung Versorgungsmanagement und Prävention beim AOK-Bundesverband, halten aber weitere Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung für notwendig, um eine "Kultur der Eigenverantwortung" zu schaffen. Van Lente sieht bei dieser Aufgabe nicht nur Kassen und Politik, sondern auch zum Beispiel Kommunen gefordert, um die Lebensqualität der Menschen im Alter zu fördern.

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