Offizieller Abgesang auf elektronischen Entgeltnachweis

BERLIN (dpa). Die Bundesregierung stellt das Verfahren zum elektronischen Entgeltnachweis (ELENA) endgültig ein. Wirtschafts- und Arbeitsministerium hätten sich darauf verständigt, "das Verfahren schnellstmöglich einzustellen", hieß es in einer am Montag vom Wirtschaftsministerium verbreiteten Pressemitteilung.

Veröffentlicht:

Der für das Verfahren notwendige datenschutzrechtliche Sicherheitsstandard bei der elektronischen Signatur sei "in absehbarer Zeit nicht flächendeckend" zu erreichen.

Seit 2010 mussten die Arbeitgeber früher nur auf Papier erfasste Daten monatlich an eine zentrale Speicherstelle bei der Deutschen Rentenversicherung senden.

Rund 3,2 Millionen Arbeitgeber liefern jährlich etwa 60 Millionen Bescheinigungen über Einkommen und Beschäftigung ihrer Mitarbeiter.

Die bisher gespeicherten Daten, so die Zusicherung der Ministerien, würden nun "unverzüglich gelöscht und die Arbeitgeber von den bestehenden elektronischen Meldepflichten entlastet".

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Kommentare
Uwe Schneider 22.07.201122:36 Uhr

Henne und Ei

Was war zuerst da bzw. was muss zuerst da sein? Weil die qualifizierte elektronische Signatur als Sicherheitstechnologie nicht flächendeckend verbreitet ist, wird ELENA nun wieder abgeschaft. So gesehen konnte es das Elena-Ei ohne die Signatur-Henne nicht geben. Doch ohne (Hochsicherheits-)Anwendungen wird sich diese Art der Signatur praktisch nie durchsetzen. Diese Anwendungen sind die Eier, aus denen die Hennen erst schlüpfen. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens im eHealth-Bereich die Sicherheit entsprechende Investitionen wert sein wird.

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