Direkt zum Inhaltsbereich

SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen

Positivrate der PCR-Tests in Laboren sinkt

Die Auslastung der fachärztlichen Labore mit SARS-CoV-2-Testungen nimmt weiter ab. Indes fordert der Berufsverband Deutscher Laborärzte externe Zulassungsverfahren für Schnelltests zur Eigenanwendung.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Anzahl der SARS-CoV-2-PCR-Testungen geht weiter zurück: In der dritten Kalenderwoche sind der wöchentlichen Datenanalyse der Akkreditieren Labore in der Medizin (ALM) zufolge insgesamt knapp weniger als eine Million PCR-Tests durchgeführt worden. Das entspricht rund sechs Prozent weniger als noch in der Woche zuvor (1.056.969 PCR-Tests). Insgesamt fielen demnach bei den 170 an der Datenanalyse teilnehmenden Laboren aus dem ambulanten und stationären Bereich fast 100.000 SARS-CoV-2-PCR-Tests positiv aus. Damit sei die Positivrate auf 10,0 Prozent gesunken (Vorwoche: 10,8 Prozent).

Die Labore betonen am Dienstag außerdem, für die „aktuelle Phase“ der Pandemie gerüstet zu sein. Kaum habe man über die neue Virusvarianten B.1.1.7 und B.1.351 und deren Verbreitung auch in Deutschland Kenntnis erlangt, hätten außer dem Konsiliarlabor und den Universitäten auch die Mitgliedslabore des ALM reagiert und innerhalb weniger Tage Kapazitäten für die Vollgenomsequenzierung und auch für die gezielte Mutationsdiagnostik der für die Einschätzung der Pandemie wichtigen Virusvarianten mittels PCR verfügbar gemacht, so der ALM-Vorsitzende Dr. Michael Müller.

Indes fordert der Bundesverband Deutscher Laborärzte eine „objektive externe Überprüfung der geplanten, vom Bund finanzierten Coronavirus-Schnelltests“ im häuslichen Umfeld durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. „Wenn die Tests entgegen der Zulassungsvorgaben durch Laien eingesetzt werden, wäre das nicht nur eine massive Verschwendung öffentlicher Mittel. Sie würden so auch medizinisch großen Schaden anrichten, wenn Infektionen in großer Zahl unerkannt bleiben. Gerade für den Einsatz im häuslichen Umfeld bei asymptomatischen und präsymptomatischen Personen sind die derzeit bekannten Tests regelmäßig nicht geeignet.“

Solange nicht sichergestellt sei, dass falsch negative oder falsch positive Ergebnisse „sehr unwahrscheinlich“ seien, müsse die Infektionsdiagnostik weiterhin durch Ärzte erfolgen, so der BDL. (mu)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Blutbildveränderungen

Ursachenfindung der Leukozytose: Reaktiv, Infektion oder Leukämie?

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Symposium der Paul-Martini-Stiftung

COVID-19 akut: Früher Therapiestart effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Lesetipps