Schweinegrippe: Berliner Senat hat Mühe, Impfpraxen zu finden

BERLIN (ami). In den Arztpraxen der Hauptstadt verläuft der Start der Impfungen gegen die Schweinegrippe äußerst schleppend.

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An der Impfaktion beteiligen sich derzeit bei weitem nicht die vom Senat angepeilten 2000 Praxen. Die Datenbank der Senatsgesundheitsverwaltung verzeichnete zuletzt 215 Praxen. Seit drei Wochen werden Praxen für die Impfaktion im Rahmen von Einzelverträgen mit dem Senat gesucht. Verträge mit weiteren 220 Praxen waren zuletzt laut Senatsgesundheitsverwaltung noch in Bearbeitung.

"Ich appelliere noch mal an alle Ärztinnen und Ärzte, sich an der Impfaktion zu beteiligen. Je mehr Praxen, desto besser", so die Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke). Sie appellierte auch an die Bevölkerung, chronisch Kranken den Vortritt zu lassen. Es könnten nicht alle Impfwilligen sofort geimpft werden. Die Aktion werde "mehrere Wochen" dauern und stelle alle Beteiligten vor neue Herausforderungen, so Lompscher.

Die Vertreterversammlung der KV hatte einen Gesamtvertrag abgelehnt, der ein Honorar von 5,50 Euro für die Erst- und 4,50 für die Zweitimpfung vorsah (wir berichteten). Unter den im Internet verzeichneten Impfpraxen sollen jetzt auch die sein, die das Honorar im Vertrag handschriftlich auf die von der KV geforderte Mindestsumme von 7,10 Euro erhöht haben. Fraglich ist, ob diese Summe dann auch gezahlt wird.

Die Senatsgesundheitsverwaltung nennt als Grund für den schleppenden Start der Impfaktion Verzögerungen bei der Auslieferung des Impfstoffs. 168 000 Impfdosen waren am Freitag in Berlin angekommen. Am Freitag wurden jedoch nur 39 Praxen mit Impfstoff beliefert, am Montag 48 Praxen, und am Dienstag 105 Praxen. Die Behörde kündigte an, dass bis Ende der Woche alle Impfpraxen beliefert werden sollen.

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