Uniklinik Aachen

Selfies mit Patienten kosten Pfleger den Job

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KÖLN. Weil sie Selbstporträts mit Demenz-Patienten gemacht haben, hat die Uniklinik Aachen fünf Pfleger fristlos entlassen. Die Vorfälle liegen bereits fünf Wochen zurück, sind aber jetzt erst bekannt geworden. Da die Staatsanwaltschaft den Fall prüft und ein arbeitsrechtliches Verfahren läuft, will sich die Klinik nicht zu Details äußern.

Offenbar haben die Pflegenden in der Notaufnahme Selfies und eine Videosequenz mit dementen Patienten, die sie extra geschminkt hatten, erstellt und ins Internet gestellt. Die Klinik erfuhr davon durch einen anonymen Hinweis.

Ein solcher Verstoß gegen den bindenden Verhaltenskodex für die Klinikmitarbeiter sei die absolute Ausnahme, sagt Kliniksprecher Dr. Mathias Brandstädter. "Dieses Verhalten einzelner Mitarbeiter aus dem über 60-köpfigen Team der Notaufnahme stellt für uns einen nicht akzeptablen Werte- und Vertrauensbruch dar."

Patienten seien aber nicht zu Schaden gekommen und Behandlungsabläufe nicht gestört worden. (iss)

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