Cybersicherheit

Uni sieht „digitalen Notstand“ als Chance“

Nach einem schwerwiegenden Cyberangriff auf die Universität Gießen, von dem auch die Uniklinik betroffen war, geht man dort langsam wieder zur digitalen Normalität über.

Veröffentlicht: 10.01.2020, 15:37 Uhr

Gießen. Rund einen Monat nach einem schwerwiegenden Cyberangriff auf die Justus-Liebig-Universität Gießen (JGU), von dem auch das Universitätsklinikum Gießen kurzzeitig mitbetroffen war, hat die Uni Gießen über die Lage nach dem Vorfall informiert.

Noch immer habe man mit den Auswirkungen des Angriffs zu kämpfen, in dessen Folge die Universität und ihr zugeordnete Einrichtungen und Strukturen bis zuletzt vom Internet abgeschnitten waren, informiert die Universität.

Nachdem zu Beginn der Woche bereits erste IT-Komponenten wieder hergestellt wurden und teilweise bereits online gingen, würden nun schrittweise weitere IT-Komponenten wieder in Betrieb genommen.

Hochschule und Wissenschaftsministerium wollen nach eigenen Angaben aus dem Sicherheitsvorfall lernen. Im Gegenteil: Man begreife den „digitalen Notstand“ als Chance, so der Präsident der Universität, Joybrato Mukherjee, am Freitag. Das IT-System werde neu strukturiert, sodass man künftig auch für ausgeklügeltere Cyber-Attacken gewappnet sei.

Auch Uniklinik zweitweise betroffen

Infolge des Angriffs hatte die Universität Anfang Dezember alle Server heruntergefahren und war zeitweise offline. Die Krisenkommunikation mit der Außenwelt stellte sie über die Sozialen Netzwerke sicher.

Über den Hashtag #JLUoffline informierte sie Studierende über die weitere Vorgehensweise in Sachen Einschreibung, Abgabe von Abschlussarbeiten und Ähnlichem.

Von dem Cyber-Angriff war auch das Universitätsklinikum in Gießen zeitweise betroffen, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaße als die Universität.

Wie eine Sprecherin des Klinikums Anfang Dezember der „Ärzte Zeitung“ bestätigte, sei nur die Website der Klinik nicht erreichbar gewesen. Auf die Betriebsabläufe habe der Vorfall keine Auswirkungen gehabt. Auch Patientendaten seien zu jeder Zeit sicher gewesen, da sie auf einem getrennten Server lägen.

Bereits nach wenigen Tagen konnte die Uniklinik auch ihre Webseite wieder in Betrieb nehmen. (mu)

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