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Neue Medien

Wundmanagement mit dem Smartphone

Welcher Verband eignet sich für diese Wunde zum jetzigen Zeitpunkt des Heilungsverlaufs am besten? Mittels einer neuen App können sich Ärzte und Pflegekräfte bei der passgenauen Produktauswahl helfen lassen.

Kerstin MitternachtVon Kerstin Mitternacht Veröffentlicht:
Wundversorgung ist eine häufige Aufgabe für Homecaredienstleister. Die Entwickler der App "iWundpflege" beanspruchen, mit ihrer mobilen Anwendung das Wundmanagement durch konkrete Produktvorschläge zu unterstützen.

Wundversorgung ist eine häufige Aufgabe für Homecaredienstleister. Die Entwickler der App "iWundpflege" beanspruchen, mit ihrer mobilen Anwendung das Wundmanagement durch konkrete Produktvorschläge zu unterstützen.

© BVMed-Bilderpool

FRANKFURT / MAIN. Eine App zum Thema Wundpflege soll medizinisches Fachpersonal bei der richtigen Wundversorgung unterstützen und Pflegefachkräften helfen, modernes Wundmanagement zu betreiben. Außerdem soll die App eine Übersicht über die Vielzahl der Produkte geben, die derzeit auf dem Markt sind, erklärt der Herausgeber der App "iWundpflege" Maximilian Auer.

Die Idee zu der App kamen dem Mediengestalter für Digital- und Printmedien und seiner Frau, als diese eine Weiterbildung zur Pflegetherapeutin "Wunde" absolvierte. "Bücher, die das Fachwissen vermitteln, sind oft recht dick und teuer und daher unpraktisch für den täglichen Bedarf. Das Smartphone mit der App hat man allerdings immer dabei", so Auer.

Vorschläge zur Wundversorgung

Die App enthält neben einer Datenbank mit Wundversorgungsprodukten auch einen Ratgeber und ein Lexikon zum Thema Wundversorgung. Auer: "Es sollen nicht nur Produkte auffindbar sein, sondern auch das Hintergrundwissen dazu."

Von der Startseite der App aus können sich Nutzer die Wundverbände nach Heilungsverlauf, Kategorie oder alphabetisch anzeigen lassen.

Außerdem kommt der Nutzer von hier auf den Wund-Ratgeber und ein Lexikon zum Thema Wunden und Wundversorgung.

Klickt der Nutzer in der App etwa auf "Verbände nach Heilungsverlauf" bekommt er Fragen gestellt, zum Beispiel zur Wunde selbst oder zur Heilungsphase. Wenn alle Fragen beantwortet sind, werden Produkte angezeigt, die zur Versorgung der konkret vorliegenden Wunde nützlich sein könnten. Grundlage sind dafür neben den beantworteten Fragen auch Angaben, die die Hersteller gemacht haben.

Die Ergebnisse sind wiederum in drei Kategorien unterteilt: Wundreinigung, Wundauffüller und Deckverbände. Klickt man ein Ergebnis an, werden Informationen zu dem Produkt angezeigt, wie etwa Produktnamen, Angaben zum Hersteller, die Pharmazentralnummer, eine Produkt- und eine Anwendungsbeschreibung. Auch ein Foto ist hinterlegt.

Produktdaten der Hersteller

Insgesamt sind derzeit etwa 300 verschiedene Produkte in der App enthalten. Die App soll einen Überblick über die Produktfülle ermöglichen. "Wir hoffen, bis Ende des Jahres die Mehrheit der Hersteller aufgenommen zu haben.

Dazu haben wir die Hersteller angeschrieben und über die App informiert, viele haben bereits ihre Produktdaten geschickt, die in der App zu finden sind", berichtet Auer.

"Wir wollen möglichst alle Hersteller in der App abbilden, da es sich nicht um Werbung handelt, sondern wir neutral über Produkte informieren möchten und die App ein universelles Nachschlagewerk sein soll", so Auer.

Für die Hersteller ist dies kostenfrei und jeder kann mitmachen.

Viele Informationen liefert der Ratgeber, den Yvonne Auer verfasst hat. Hier finden App-Anwender Tipps und Ratschläge zur modernen Wundversorgung. Insgesamt gibt es bisher 50 Einträge im Ratgeber. Zudem gibt es ein Lexikon für die Wundversorgung mit Erklärungen zu 400 Fachbegriffen. Vorerst gibt es die App nur für das iPhone.

"Wir wollen erst einmal schauen, wie unsere App angenommen wird." Ein erstes Update ist für Ende dieses Jahres geplant. Dann sollen weitere Hersteller hinzukommen und der Ratgeber und das Lexikon sollen ergänzt werden.

Die App "iWundpflege" ist zunächst nur für Apples mobiles Betriebssystem iOS (ab Version 7.0,) erhältlich. Als Endgeräte können iPhone (ab Version 4) und iPod touch (ab Version 5) genutzt werden. Preis: 9,99 Euro Zielgruppe: Medizinisches Fachpersonal.

 

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