Ärzte Zeitung online, 11.10.2019

Jetzt 26 E-Zigaretten-Tote

US-Ärzte sollen kranke Dampfer identifizieren

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E-Zigarette: Schuld an den Lungen-Toten in den USA? Die Industrie versucht, die Wogen zu glätten. Währenddessen passen Ärzte besser auf.

© Franziska Gabbert / dpa

ATLANTA. Die Zahl der Toten durch Lungenerkrankungen in den Vereinigten Staaten nach Gebrauch einer E-Zigarette hat sich auf 26 erhöht, die der Verletzten auf 1299, meldet die US-Gesundheitsbehörde CDC. Damit sind in der letzten Woche 200 neue Fälle hinzugekommen.

Todesfälle wurden aus 21 Staaten, Erkrankungsfälle aus 49 Staaten gemeldet. Einzig Alaska ist bisher ohne einen Erkrankungsfall. Zur Ursache der Erkrankungen gibt es bisher noch keine neuen Hinweise.

Die Gesundheitsbehörde bereitet der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eine neue Richtlinie für Ärzte vor, die verhindern soll, dass Fälle von Lungenerkrankungen im Zusammenhang mit E-Zigaretten-Konsum in der nahenden Grippezeit unentdeckt bleiben. Die Richtlinie sieht vor, dass Ärzte künftig alle ihre Patienten mit Beschwerden der Atemwege nach etwaigem Dampf-Verhalten befragen sollen.

Die Symptome der E-Zigaretten-assoziierten Erkrankungen beinhalten Kurzatmigkeit, Husten, Brustschmerzen, Fieber und teilweise auch gastrointestinale Beschwerden. In der Anfangszeit der Erkrankungswelle war bei einem Großteil der US-amerikanischen Patienten, die Notaufnahmen aufsuchten, die Verdachtsdiagnose Pneumonie gestellt worden, schreibt Reuters. Die Patienten seien mit Antibiotika nach Hause geschickt worden und später, als die Symptome persistierten und die Patienten in die Kliniken zurückkehrten, auf Beatmungen und Kortikosteroide umgestellt worden. (mmr)

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