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PRÄVENTION

Ein aktives Leben halbiert das Demenz-Risiko

Wer sich zeitlebens viel bewegt, gesund ernährt, geistig aktiv ist und sich bei Alkohol und Tabak zurückhält, der hat gute Chancen auch im Alter geistig fit zu bleiben. Dazu gibt es inzwischen immer mehr Hinweise aus Studien.

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Lässt sich mit spezifischen Ernährungsweisen, mit Sport und Gehirnjogging einer Demenz vorbeugen? Die Antworten auf diese Frage sind widersprüchlich. "Die Studiendaten liefern bislang keine klaren Belege dafür, dass körperliche Bewegung, kognitives Training oder bestimmte Vitamine vor Demenz schützen", hat Professor Karl Einhäupl von der Charité Berlin jetzt beim Neurologen-Kongress in Berlin berichtet.

Doch auch wenn klare Belege fehlen, so gibt es zumindest Hinweise, dass ein gesunder Lebensstil auch für die geistigen Fähigkeiten im Alter von Vorteil ist. Nach ersten Daten einer deutschen Querschnittsuntersuchung schneiden Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, Sport treiben und ein normales Gewicht haben in Kognitionstests deutlich besser ab als Menschen, die weniger auf ein gesundes Leben achten.

Der Zusammenhang gilt nach den Daten offenbar für alle Altersgruppen - an der Studie haben 420 Teilnehmer im Alter zwischen 37 und 85 Jahren ohne Zeichen einer Demenz teilgenommen. Die Studie wird nun prospektiv weitergeführt, um zu schauen, ob Demenzen bei Menschen mit gesundem Lebensstil tatsächlich seltener auftreten.

Hinweise dafür liefern auch Kohortenstudien und Fallkontrollstudien. In einer Analyse der Hirnliga hatten 16 von 18 solcher Studien ergeben, dass körperliche Bewegung Menschen vor Demenz schützt, und zwar sowohl Sport, Gartenarbeit als auch Handarbeiten. Je nach Studie und Intensität war die Demenz-Rate bei den körperlich Aktiven um 45 bis 60 Prozent reduziert. Eine ähnliche Reduktion ist offenbar auch durch geistige Aktivität möglich, das haben 15 von 17 Studien ergeben.

Sehr vorteilhaft ist möglicherweise auch die mediterrane Diät mit viel Fisch, Gemüse, Obst, viel ungesättigten Fettsäuren sowie wenig rotem Fleisch. In einer US-Studie bei über 75 Jahre alten Menschen aus New York war die Alzheimer-Rate mit einer solchen Diät um 40 Prozent erniedrigt (Ann Neurol 59, 2006, 912). Vitaminpillen und Fischölkapseln ergaben dagegen in bisherigen Studien keine Hinweise auf einen Nutzen zur Demenz-Prävention. (nsi/mut)

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