Ärzte Zeitung, 02.12.2010

Kommentar

Tetanus-Impfung ist wichtig und bewährt

Von Wolfgang Geissel

Tetanus ist in Deutschland sehr selten geworden. Aufgrund der modernen Lebensumstände kommen die meisten Menschen nur noch selten mit Clostridium tetani in Staub und Erde in Berührung. Und Verletzungen mit schmutzigen Holzsplittern, Dornen oder Nägeln kommen im Vergleich zu früher ebenfalls seltener vor. Zudem haben Impfungen und die angemessene Versorgung tiefer Wunden die Zahl der Tetanus-Erkrankungen stark zurückgedrängt.

Impfen gegen Tetanus bleibt trotzdem wichtig, da durch die im Boden lebenden Erreger weiter eine Infektionsgefahr besteht. Auch ist Wundstarrkrampf trotz intensivmedizinischer Behandlung weiter eine potenziell tödliche Erkrankung. Menschen können sich zudem nicht nur über tiefe Wunden infizieren, sondern auch über Bagatellverletzungen, bei denen kein Arzt aufgesucht wird.

Auf die alle zehn Jahre nötigen Auffrisch-Impfungen ist daher unbedingt zu achten. Vor allem viele alte Menschen sind seit langer Zeit nicht mehr geimpft worden. Fehlt der Schutz, ist bei jeder Wunde zu impfen. Bei tiefen und verschmutzten Wunden ist außerdem gleichzeitig die Prophylaxe mit Tetanus-Immunglobulin nötig.

Lesen Sie dazu auch:
Vielen Frauen fehlt der Schutz gegen Tetanus

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

17.18Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigen sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »