Ärzte Zeitung, 08.03.2010

Nachgefragt

"Die Kommunikation seitens der Politik war katastrophal"

"Die Kommunikation seitens der Politik war katastrophal"

© GSK, fotolia.com

Dass Impfstoff bevorratet wurde, war völlig verantwortungsvoll. Hätte die Politik den Impfstoff nicht bestellt und wäre die Epidemie dramatischer gewesen, wäre das Geschrei riesengroß. Die Impfung hatte schließlich einen eindeutigen epidemiologischen Hintergrund, man wollte die Schweinegrippe einfach eindämmen.

Was ich der Politik aber vorwerfen muss, ist die Öffentlichkeitsarbeit. Die Kommunikation war katastrophal, Dilettantismus pur. Das muss unbedingt anders laufen.

Die Versorgung in den einzelnen Bundesländern war sicherlich nicht optimal. Das Vorgehen sollte künftig vielleicht einheitlicher sein. Und auch der Impfaufwand insgesamt war für uns Hausärzte enorm. Die Honorierung von fünf Euro spottet jeder Beschreibung, wenn ich sehe, wie viel ich beraten musste.

Dr. Svend Huber, Allgemeinarzt aus Stutensee

Lesen Sie dazu auch:
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Nachgefragt:
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"Als Ärztin nehme ich diese Belastung gerne auf mich"

Lesen Sie dazu auch den Standpunkt:
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