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Von da ab ging’s bergab ...

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Auf manche Fragestellung muß ein Forscher erst einmal kommen. So etwa auf diese: Ist bergauf oder talwärts Wandern günstiger für den Glukosestoffwechsel? Um die wissenschaftlich fundierte Beantwortung dieser Frage hat sich ein Forscherteam um Professor Heinz Drexel am Lehrkrankenhaus im österreichischen Feldkirch verdient gemacht.

Daß viel körperliche Bewegung gut für Glukose- und Fettstoffwechsel ist, ist eine weithin bekannte Tatsache. Die Feldkircher Forscher wollten es deshalb schon ein wenig genauer wissen. Ihre Frage lautete: Hat die Art der Bewegung - differenziert wurde zwischen konzentrischer und exzentrischer Muskelarbeit - unterschiedlichen Einfluß auf den Blutzucker? Konzentrische Muskelbewegung ist primär beim Bergaufgehen, exzentrische Bewegung dagegen vornehmlich beim Abwärtsgehen gefordert, erläuterte Drexel in München.

Am Karren im österreichischen Dornbirn hat sein Team 45 Vorarlberger 16 Wochen lang ein Bergwandertraining absolvieren lassen, bei dem es - die Höhendifferenz betrug 600 Metern - entweder nur bergauf oder nur bergab ging. Für die jeweils entgegengesetzte Strecke wurde die Bergseilbahn benutzt.

Daß sich beim regelmäßigen Aufwärtswandern das Lipidprofil der Probanden besserte, dürfte kaum verwundern. Daß aber das Talwärtswandern dem Aufwärtsgehen im günstigen Einfluß auf die Blutglukosewerte deutlich überlegen war, mutet dann doch überraschend an. Aber genau das ist bei den Messungen herausgekommen. So stellten die Untersucher beim oralen Glukosetoleranztest anhand der Fläche unter der Blutzucker-Antwort-Kurve (AUC) in der Phase ausschließlich talwärts gerichteten Laufens eine raschere Glukoseverarbeitung durch den Körper fest.

Wer Lipid- und Glukosestoffwechsel gleichermaßen auf Trab bringen will, sollte nach diesen Daten besser ganz auf die Seilbahn verzichten und beide Strecken in Angriff nehmen. Eher Cholesterinbewußten ist vor allem der Anstieg zu empfehlen. Diabetiker, die sich dieser Anstrengung nicht mehr gewachsen fühlen, können mit der Wahl der umgekehrten Richtung ihrem Stoffwechsel nach den neuen Daten immer noch etwas Gutes tun. Pech hat, wer im Flachland lebt: Er muß schon einen Urlaub im Gebirge einplanen. (ob)

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