Ärzte Zeitung online, 06.03.2018

Chemie

REACH macht Leben laut EU-Kommission sicherer

BRÜSSEL. Zehn Jahre nach Inkrafttreten der europäischen Chemikalienverordnung REACH ("Registration, Evaluation, AUTHORisation and Restriction of Chemicals") zieht die EU-Kommission eine positive Bilanz: Die Verordnung habe dazu beigetragen, chemische Produkte oder Produkte mit chemischen Inhaltsstoffen für Verbraucher, Arbeitnehmer und Umwelt sicherer zu machen. Die jetzt veröffentlichte zweite REACH-Überprüfung zeige, heißt es, "dass die Unternehmen und Behörden in der EU für die sichere Verwendung von Chemikalien und einen schrittweisen Ausstieg aus der Herstellung und Verwendung gefährlicher Stoffe sorgen".

Unter anderem seien bisher 18 Beschränkungen für verschiedene Stoffgruppen erlassen sowie 181 Chemikalien identifiziert worden, die als "besonders besorgniserregende Stoffe" mit schwerwiegenden Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit zu klassifizieren sind. Für 43 Stoffe bestehe inzwischen eine Zulassungspflicht. Herstellung und Verwendung dieser "besorgniserregenden Stoffe" sollen "schrittweise eingestellt werde, sobald geeignete Alternativen zur Verfügung stehen", berichtet die Kommission. Insgesamt seien seit 2007 über 17.000 Stoffe gemäß REACH registriert worden.

Bis Ende Mai dieses Jahres müssen endgültig sämtliche Chemikalien, die in einer Jahresmenge über einer Tonne in der EU hergestellt oder in die EU eingeführt werden, bei der europäischen Chemikalienagentur ECHA registriert sein. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »