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DGIM 2018

"Forum Junge Internisten" am Start

Unter dem neuen Logo "Forum Junge Internisten" ist das bisherige Format "Chances" in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe junge Internisten erweitert und ein Programm für die gesamte Kongressdauer gestaltet worden.

Dr. Thomas MeißnerVon Dr. Thomas Meißner Veröffentlicht:

"Die Zukunft beginnt heute", heißt es in der Ankündigung zum DGIMKongress 2018. Das frühere Forum "Chances" ist neu formatiert worden. Auf welche Weise?

"Die raschen Fortschritte in der modernen Medizin werden uns nicht nützen, wenn uns die Leute fehlen, die diese Medizin umsetzen können. Deshalb führen wir junge Kolleginnen und Kollegen früh an die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin heran und wollen sie noch stärker als früher in die Kongressgestaltung einbinden", so Kongresspräsident Professor Cornel Sieber zur "Ärzte Zeitung". "Schließlich sind wir eine junge Fachgesellschaft: Über 50 Prozent unserer Mitglieder sind unter 40 Jahre alt. Daher haben wir das Forum ,Chances‘ zum ,Forum Junge Internisten‘ weiterentwickelt." Diese Programmmodule seien speziell für Medizinstudierende und Berufsanfänger konzipiert. Dabei seien Wünsche aus vergangenen Jahren berücksichtigt worden. Den einzelnen Sessionen sitzen stets ein erfahrener und ein junger Kollege gemeinsam vor.

Wer sich jeweils morgens um 7.45 Uhr im Saal 6 einfinde, habe bei "Meet and Greet the Professor" die Möglichkeit, beim gemeinsamen Frühstück eine erfahrene Kollegin oder einen Kollegen kennenzulernen, die erzählen werden, wie ihre Weiter- und Fortbildung gelaufen ist, warum sie sich für eine akademische Laufbahn entschieden haben. Was hat gut geklappt? Was würde ich heute anders machen? Am Samstag werde das der Regensburger Kardiologe Professor Samuel Sossalla sein, so Sieber, am Sonntag Professor Hans-Jürgen Heppner, der den Lehrstuhl für Geriatrie an der Uni Witten/Herdecke innehat, am Montag die DGIM-Vorsitzende von 2013, Frau Professor Elisabeth Märker-Hermann aus Wiesbaden, am Dienstag werde er selbst da sein.

Deutlich mehr Zeit als früher müsse heute für administrative Prozesse aufgewendet werden, so Sieber zu den Veränderungen der Inhalte in der Weiterbildungszeit. Infolgedessen stehe weniger Zeit für die Arbeit am Krankenbett zur Verfügung. Verändert hätten sich auch die Arbeitszeiten. Sieber: "In meinen ersten Arbeitsverträgen war noch von 55 Wochenstunden und ,ansonsten den Klinikbedürfnissen angeglichen‘ die Rede. Das ist sicher nicht immer gut gewesen." Die heute vergleichsweise kürzeren Arbeitszeiten seien in puncto Weiterbildung eine Herausforderung. Denn die Assistenten sähen in ihrer Weiterbildungszeit deutlich weniger Patienten als es früher der Fall gewesen sei. Schwierig sei zudem die Verbindung von klinischer und akademischer Arbeit innerhalb der festgelegten Arbeitszeit.

Sehr positiv sei die Entwicklung hin zur Teamarbeit. Die Feminisierung der Medizin gebe dem heutigen Klinikalltag zusätzlich ein neues Gepräge. "Darauf müssen wir in der Weiter- und Fortbildung ebenfalls noch besser als bislang eingehen", sagt Sieber. "Wir brauchen familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, das betrifft Männer wie Frauen, und Frauen müssen mehr Chancen erhalten, leitende Positionen im akademischen Betrieb einzunehmen."

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