Direkt zum Inhaltsbereich

Antikörper senkt LDL-Cholesterin

CHICAGO (DE). Statine sind in der Sekundärprävention der KHK fest etabliert. Jeder fünfte Patient mit hohen LDL-Cholesterinwerten spricht jedoch auf Statine nicht an.

Veröffentlicht:

Manche Patienten vertragen sie auch nicht. Bei noch weitaus mehr Patienten gelingt es trotz einer Therapie mit Statinen und anderen Lipidsenkern nicht, die LDL-Werte in den Zielbereich abzusenken.

Vor diesem Hintergrund lassen Studienergebnisse mit einem monoklonalen Antikörper aufhorchen, der sich gegen das Leberenzym PCSK9 richtet. Dessen Aufgabe ist es, LDL-Rezeptoren abzubauen.

Wenn die Funktion von PCSK9 mutationsbedingt reduziert ist, werden die LDL-Rezeptoren nicht abgebaut. Die betroffenen Personen weisen dann sehr niedrige LDL-Cholesterinspiegel und damit einen natürlichen Schutz vor Atherosklerose auf.

Ein monoklonaler Antikörper, der PCSK9 neutralisiert, ist die Substanz SAR236553 / REGN 727, die von den Firmen Sanofi und Regeneron entwickelt wird.

Phase-II-Studie mit 183 Patienten

Die Substanz ist jetzt in einer Phase-II-Studie bei 183 Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie getestet worden. Die Ergebnisse wurden jüngst auf der Jahrestagung des American College of Cardiology in Chicago vorgestellt.

Die Studienteilnehmer wiesen LDL-Ausgangswerte von 125 bis 130 mg / dl auf, wobei 86 Prozent bereits Atorvastatin einnahmen. Nach subkutaner Injektion des Antikörpers alle 14 Tage wurden die LDL-Cholesterinspiegel innerhalb von zwölf Wochen um 64 Prozent (100 mg) und 72 Prozent (150 mg) reduziert.

Bereits die erste Dosis reduzierte die LDL in beiden Gruppen um mehr als 50 Prozent. Den LDL-Zielwert von unter 70 mg / dl erreichten 84 Prozent (100-mg-Gruppe) und 100 Prozent (150-mg-Gruppe) der Patienten.

Quelle: www.springermedizin.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Hypercholesterinämie

Lipidsenker klug kombinieren

Kardiovaskuläres Risiko

Wann die Lipoprotein(a)-Messung wirklich sinnvoll ist

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren