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Geänderte Fachinformation

BioNTech-Vakzine: Zeitfenster für Impfung leicht erweitert

Ein geringfügig erweitertes Zeitfenster für die Verimpfung der zweiten Dosis des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs gegen COVID-19 ermöglicht ein Mehr an Flexibilität für die Impfzentren.

Dr. Thomas MeißnerVon Dr. Thomas Meißner Veröffentlicht:
Der BioNTech/Pfizer-Impstoff wird in speziellen Thermoversandbehältern an die Impfzentren ausgeliefert. Das Einhalten der Kühlkette ist enorm wichtig.

Der BioNTech/Pfizer-Impstoff wird in speziellen Thermoversandbehältern an die Impfzentren ausgeliefert. Das Einhalten der Kühlkette ist enorm wichtig.

© Will Lester/picture alliance/ZUMAPRESS.com

Mainz. Das Zeitfenster, in dem die Zweitimpfung mit der COVID-19-Vakzine von BioNTech/Pfizer Comirnaty® (BNT162b2) erfolgen soll, ist erweitert worden. Das hat Dr. Michael Boehler, General Manager BioNTech Europe, bei einem Online-Seminar bekannt gegeben. Laut Fachinformation wird nun empfohlen, die zweite Impfung 19 bis 23 Tage nach der ersten Dosis vorzunehmen. In Ausnahmefällen ist die Zweitimpfung bis zu sechs Wochen nach der ersten Dosis möglich – in den Zulassungsstudien waren Wirksamkeitsanalysen innerhalb von 19 bis 42 Tagen nach der ersten Impfung erfolgt.

Auch gegen Mutante wirksam

Weiterhin erklärte Boehler, dass die Wirksamkeit neutralisierender Antikörper, die der Impfling infolge der Impfung bildet, auch auf die zuerst im Vereinigten Königreich und in Südafrika entdeckte SARS-CoV-2-Mutante nachgewiesen worden sei. Dabei handele es sich um in-vitro-Studien mit Seren von Probanden aus Phase-III-Studien, erklärte Dr. Julia Knaul vom Unternehmen. Die Erkenntnisse sind im Journal „Science“ publiziert und müssten im Weiteren bestätigt werden, hieß es.

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Sprecher des Unternehmens machten bei der Informationsveranstaltung außerdem auf die große Bedeutung der Kühlkette aufmerksam. Die Impfzentren erhalten die Vakzine üblicherweise in speziellen Thermoversandbehältern auf Trockeneis. Darin ist der Impfstoff maximal 15 Tage haltbar. Die Impfzentren sollten daher rechtzeitig wissen, wie viele Durchstechflaschen für die nächsten Tage zur Verfügung stehen und sollten ausreichende Mengen Trockeneis zum Auffüllen vorhalten.

Hinweis für Impfzentren: Auftauen nur im Kühlschrank

Die Thermoversandbehälter sollten möglichst nicht öfter als zweimal pro Tag für jeweils maximal drei Minuten geöffnet werden. Das Auftauen sollte im Kühlschrank (2-8°C) erfolgen – dort ist der Impfstoff für maximal 120 Stunden stabil. Diese Zeit muss dokumentiert werden. Bei Raumtemperatur bis zu 30°C darf der Impfstoff noch maximal sechs Stunden aufbewahrt werden, bevor er verimpft wird.

Betont wurde ebenfalls, dass starke Erschütterungen sowohl tiefgefrorener Durchstechflaschen als auch aufgezogener Spritzen zu vermeiden sind, um die Integrität der Vakzine zu gewährleisten. So sollen heruntergefallene Durchstechflaschen nicht genutzt werden. Weitere Informationen bietet das Unternehmen unter anderem in seiner App für Android- und Apple-Smartphones an, die unter https://impfzentrum.biontech.de/ heruntergeladen werden kann (nicht in App-Stores).

Wir haben in der aktuellen Version dieses Artikels in der Überschrift „leicht“ und im Teaser „geringfügig“ ergänzt, um weiter zu verdeutlichen, dass die Erweiterung um zwei Tage eine minimale ist.

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Kommentare
Burkhardt Winkler 01.02.202111:16 Uhr

???????????
Wieso ist ein Zeitfenster vom 19.-23. Tag eine Erweiterung gegenüber 19.-42. Tag ? Bitte erleuchten Sie mich !

Alexander Joppich antwortete am 01.02.202112:33 Uhr

Hallo Herr Winkler,
die 19 bis 42 Tage beziehen sich nur auf die Zulassungsstudien. Bisher sollte in der Praxis nach 21 Tagen die zweite Impfung erfolgen; im Webinar wurde jetzt vom Hersteller 19 bis 23 Tage angegeben, was eine geringfügige Verlängerung des Spielraums um zwei Tage bedeutet. Ich werde in die Überschrift und den Teaser einfügen, dass es eine minimale Änderung ist, um das noch deutlicher zu machen.

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