US-Behörde empfiehlt Impfschutz

Corona-Impfprogramm für Grundschulkinder in den USA gestartet

In den USA werden jetzt 5- bis 11-Jährige gegen COVID-19 geimpft – mit einer geringeren Dosierung. In Europa will die EMA noch vor Weihnachten über eine Notfallzulassung von Comirnaty® für diese Altersgruppe entscheiden.

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:
Kind mit Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer impfen

Bei Grundschulkindern hatte der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer ein ähnliches Nebenwirkungsprofil wie bei Teenagern und Erwachsenen.

© famveldman / stock.adobe.com

Atlanta. In den USA werden jetzt 5- bis 11-jährige Kinder mit dem BioNTech/Pfizer-Impfstoff geimpft, berichten die US-Centers for Disease Control (CDC). Die US-Seuchenbehörde hatte am ersten November den Impfschutz für diese Altersgruppe empfohlen, und zwar wenige Tage nach der Notfallzulassung einer Kinderformulierung der Vakzine.

Basis der Zulassung war eine Studie mit 2268 Grundschulkindern. Diese hatte ergeben, dass der Impfstoff das relative Risiko für eine Infektion um knapp 91 Prozent verringern kann. COVID-19 verlaufe zwar bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen weniger schwer. Trotzdem können Kinder sehr schwer erkranken und hospitalisiert werden, betonen die CDC. In einigen Fällen könne COVID in jungen Jahren auch tödlich ausgehen.

Kinderformulierung mit einem Drittel des Wirkstoffs

Die 5- bis 11-Jährigen erhalten zwei Dosen mit je 10 μg Wirkstoff des Impfstoffs, und damit nur ein Drittel der bisher verwendeten Dosierung bei Erwachsenen und Heranwachsenden ab 12 Jahre (30 μg). Die Vakzine ruft auch im Grundschulalter eine robuste Immunreaktion hervor: In der Studie lag der gemittelte neutralisierende SARS-CoV-2–Antikörpertiter (geometric mean titer, „GMT“) nach Herstellerangaben bei 1197,6 und zeigte einen Monat nach der zweiten Dosis eine starke Immunantwort bei Kindern dieser Kohorte.

Mit dem GMT wurde die Nicht-Unterlegenheit der Impfung bei den 5- bis 11-Jährigen im Vergleich mit den 16- bis 25-Jährigen belegt. Dieser hatten in Analysen bei 1146,5 gelegen. Diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen dienten als Kontrolle und erhielten eine Impfdosis von 30 μg in einem Dosierungsschema mit zwei Dosen. Des Weiteren war der COVID-19-Impfstoff bei Grundschülern gut verträglich. Die unerwünschten Wirkungen waren ähnlich häufig und schwer wie bei den bei 16- bis 25-Jährigen.

In Europa ist eine Notfallzulassung der BioNTech/Pfizer-Vakzine für 5- bis 11-Jährige bei der Arzneibehörde EMA beantragt. Es solle möglichst noch vor Weihnachten darüber entschieden werden, hatte die Behörde angekündigt.

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein todkranker Patient liegt in einem Bett auf der Palliativstation im Krankenhaus.

© ARMMY PICCA / stock.adobe.com

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende