Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Die Angst der Ärzte vor der Diagnose

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Zwei Faktoren werden künftig für eine steigende Zahl von Alzheimerkranken sorgen: Der Anteil der alten Menschen in unserer Gesellschaft nimmt zu, und einzelne Menschen erreichen ein zunehmend höheres Alter. Obwohl diese Faktoren gut bekannt sind, fehlen noch immer klare Konzepte, wie mit dem erwarteten Ansturm von Demenzkranken auf Haus- und Facharztpraxen umzugehen ist. Kein Wunder, dass sich Ärzte mit dem Problem alleine gelassen fühlen und - die budgetären und zeitlichen Belastungen vor Auge - oft lange zögern, die korrekte Diagnose zu stellen.

Politische Drohungen ob steigender Medikamentenkosten und die fehlende Bereitschaft von Kassen, neue Diagnosetechniken wie PET oder Liquor- analyse zu bezahlen, tragen ein Übriges dazu bei, Ärzte bei der Diagnose zu verunsichern. Dies ist ganz im Sinne einer Gesellschaft, die sich weiterhin weigert, die medizinischen Probleme einer alternden Gesellschaft ernst zu nehmen.

Dabei hat eine frühe und korrekte Alzheimer-Diagnose viele Vorteile: Den Betroffenen bleibt mehr Zeit, ihre Angelegenheiten zu regeln, und eine rechtzeitige antidementive Therapie kann die Aufnahme in ein Pflegeheim verzögern. Dass dies wiederum Geld spart, hat sich offenbar noch nicht überall herumgesprochen.

Lesen Sie dazu auch: "Alzheimer-Diagnose fällt Ärzten oft schwer"

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Lesetipps
Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter