Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Angina pectoris vs. NSTEMI

Instabile Angina ist nicht ohne

Dr. Robert BublakVon Dr. Robert Bublak Veröffentlicht:

Die Ergebnisse einer Studie zu Inzidenz und Folgen von instabiler Angina pectoris und Infarkten ohne ST-Stecken-Hebung (NSTEMI) lassen erst einmal staunen.

Demnach haben Patienten mit instabiler Angina ein relativ geringes Risiko, im ersten Jahr danach zu sterben – jedenfalls verglichen mit NSTEMI-Patienten. Die Autoren glauben sogar, davor warnen zu müssen, instabile Angina als benigne Erkrankung anzusehen.

Nun werden wenige Ärzte und erst recht keine Betroffenen instabile Angina pectoris für gutartig halten. Wie wenig benigne sie ist, zeigt schon der Blick auf die Folgerate nichttödlicher Infarkte: Einer von neun Patienten mit instabiler Angina erleidet binnen eines Jahres einen solchen Infarkt, ein Unterschied zur Gruppe mit NSTEMI besteht hier nicht. Die geringe Mortalität ist daher womöglich vor allem der gründlichen Therapie geschuldet.

Zunächst gilt es aber, bei Verdacht auf akutes Koronarsyndrom kardiale und nichtkardiale Ursachen zu unterscheiden. Letztere wurden in der Studie bei rund drei Viertel aller Patienten diagnostiziert.

Wie wichtig es ist, kardiale Beschwerden nicht zu verkennen, zeigt ein weiteres Resultat: Nach instabiler Angina sind Folgeinfarkte rund 18-mal so häufig wie nach Brustschmerzen ohne kardiale Ursache.

Lesen Sie dazu auch: Instabile Angina ist deutlich seltener als NSTEMI

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo VasioCore

© InMediq

inmediQ

VasioCore: Patientenspezifischer Cardiovascular Twin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Lilly

Lilly

Adipositassprechstunde systematisch umsetzen

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neurologin gibt Tipps

So gehen Sie bei Schwindel richtig vor

Heute Preisverleihung

Galenus-von-Pergamon-Preis: Das sind die Kandidaten

Lesetipps
Frau in der Arztpraxis hält sich den Kopf fest

© CineLens / peopleimages.com / Stock.adobe.com

„Rettungskiste“ für die Praxis

Chronische Schmerzen: 5 Tipps fürs Patientengespräch

Porträt von Professor Helmut Schatz

© airborne77 / stock.adobe.com

Spurenelemente

Zink und Testosteron: Wann ist eine Substitution sinnvoll?