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Mineralisation der Knochen oft unzureichend

BERLIN (hbr). Jeder vierte scheinbar Gesunde hat eine Mineralisationsstörung der Knochen und damit ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Um das zu verhindern, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Kalzium und Vitamin D erforderlich.

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Darauf weisen erste Ergebnisse der Hamburger Bone-Biopsy-Studie hin. In der Studie wurde bislang bei 675 Probanden in Knochenmarkbiopsien aus dem Beckenkamm nach Mineralisationsdefiziten gesucht. Das hat Professor Michael Amling bei einer Veranstaltung von Sanofi-Aventis und Procter & Gamble berichtet. Ergebnis: Jeder vierte Proband hatte eine unzureichende Knochenmineralisation. Bei keinem der Studienteilnehmer war die Störung aber zuvor diagnostiziert worden. Außerdem: bei allen Betroffenen lag der Vitamin-D-Spiegel unter 30 µg/l. Dazu passt, dass bei diesem Schwellenwert das Parathormon zu steigen beginnt. "Wir müssen also 30 µg/l Vitamin D erreichen, um eine Mineralisationsstörung auszuschließen", folgerte der Osteoporose-Spezialist vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Ursache der Mineralisationsstörungen sei eine zu geringe Kalziumaufnahme des Körpers, so Amling. Kalzium und Vitamin D sind für die Knochenmineralisation wichtig. Die Kalziumaufnahme mit der Nahrung sinkt jedoch im Alter. Bei einem Mangel setzt der Körper Kalzium aus den Knochen frei, indem er das Parathormon aktiviert. Und damit steigt das Fraktur-Risiko. Zudem nimmt im Alter der Vitamin-D-Mangel zu. Vitamin D fördert aber die Kalziumresorption aus dem Darm und senkt das Sturzrisiko, indem es die Muskelleistung bessert. Ein Mangel verschärft somit die Lage.

Besonders bei Osteoporose-Kranken sei es daher wichtig, außer auf eine Therapie mit spezifischen Osteoporose-Medikamenten wie Bisphosphonaten stets auch auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D zu achten, so Amling. Der Kollege plädierte für eine kombinierte Osteoporose-Therapie, die außer einem Bisphosphonat auch Kalzium und Vitamin D enthält. Seit kurzem gibt es eine Kombipackung mit allen drei Komponenten (Actonel® plus Calcium D). In einer Packung befinden sich vier Wochenpackungen mit einer 35-mg-Tablette Risedronat für den ersten Wochentag und sechs Beutel mit 1000 mg Kalzium und 880 IE Vitamin D für die restlichen Tage.

Weitere Infos zu Osteoporose gibt es unter www.aerztezeitung.de; als Suchwort "Osteoporose" eingeben.

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