Mit einem Nahrungsergänzungsmittel gegen Arthrose?

MÜNCHEN (wst). Regelmäßig als Nahrungsergänzungsmittel konsumiert, kann Kollagen-Hydrolysat Beschwerden bei Arthrose lindern und die Progression der Erkrankung verlangsamen. Auch ein präventiver Nutzen der Maßnahme bei Menschen mit gesunden Gelenken scheint plausibel.

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Das haben der Orthopäde Professor Wolfgang Pförringer und der Apotheker Dr. Jürgen Reimann, beide aus München, bei einem Pressegespräch der Gelita Health Initiative in München berichtet. Wie Reimann sagte, haben aus Knochen und Häuten von Tieren gewonnene Kollagen-Zubereitungen (Gelatine) eine lange erfahrungsmedizinische Tradition bei Gelenkbeschwerden. Erstmals dokumentiert ist die Indikation im Jahre 1175 von Hildegard von Bingen.

Durch moderne enzymatische Hydrolyse- und Reinigungsverfahren wird heute aus Kollagen hoch reines Kollagen-Hydrolysat, ein geruchs- und geschmacksneutrales, wasserlösliches Proteinpulver gewonnen. Kollagen-Hydrolysat (etwa CH-Alpha®) hat die gleiche Aminosäurenstruktur wie Typ-II-Kollagen, das im Gelenkknorpel für Stabilität und Zugfestigkeit sorgt.

Klinische Studien und Anwendungsbeobachtungen aus 20 Jahren haben ergeben, daß über mehrere Wochen bis Monate täglich als Trinklösung konsumiertes Kollagen-Hydrolysat bei Arthrosepatienten Schmerzen lindern, den Schmerzmittelbedarf reduzieren und die Beweglichkeit verbessern kann.

Diese klinischen Erfolgsberichte würden durch die Ergebnisse aktueller experimenteller Untersuchungen gestützt, so Reimann. So haben Forscher der Uni Kiel in Tierstudien belegt, daß Kollagen-Hydrolysat nach oraler Aufnahme zu einem hohen Anteil unverändert aus dem Dünndarm resorbiert wird und selektiv im Gelenkknorpel akkumuliert.

Nach in-vitro-Experimenten der Wissenschaftler stimuliert das Hydrolysat in Kulturen mit vitalen Chondrozyten von Rind und Schwein die Biosynthese von Typ-II-Kollagen.

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