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Forschung

Neuer Ansatz zur Diagnose von Reizdarm

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MÜNCHEN. Forscher haben einen neue Strategie zur Entwicklung von Reizdarm-Biomarkern entdeckt: das Proteasen-Profiling, berichtet die Technische Uni München.

Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Schleimhautbiopsie-Überstände von Reizdarm- und Coltits-ulcerosa-Patienten eine erhöhte Aktivität der Neurone in der Darmwand auslösen, während Überstände von gesunden Probanden keine Wirkung zeigen (PLoS One 2018; online 12. März). Die nervenaktivierende Wirkung werde im wesentlichen von Proteasen vermittelt. Bei Reizdarmpatienten ist dies eine Protease, die den Protease-aktivierten Rezeptor 1 (PAR1) stimuliert.

Daraufhin hat das Team herausgefunden, dass es ein Reizdarm-spezifisches Proteinmuster, insbesondere ein Reizdarm-typisches Proteaseprofil gibt, heißt es weiter. Mittels Proteomanalyse konnten 204 Proteine identifiziert werden, deren Konzentration in Reizdarm-Überständen gegenüber den Biopsien von Gesunden oder Patienten mit Colitis unterschiedlich hoch waren. Darunter waren vier Proteasen, die ausschließlich in den Überständen von Reizdarmpatienten erhöht waren. (eb)

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