Rheuma

Pneumonie: Risikogruppe RA-Patienten

Vor allem süddeutsche Rheuma-Patienten sind einer Studie zufolge oft nicht ausreichend gegen Pneumokokken geimpft.

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BERLIN. Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) leiden öfter an Pneumonie als Menschen ohne RA, obwohl sie häufiger als diese gegen Influenza und Pneumokokken geimpft werden. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern aus Berlin und Oldenburg, die sie beim Rheuma-Kongress in Frankfurt vorstellten.

In der Untersuchung werteten die Wissenschaftler die Impfraten gegen Influenza und Pneumokokken bei 111.842 RA-Patienten und 557.410 Kontrollpersonen aus. Die Probanden waren nach Alter und Geschlecht im Verhältnis 1:5 gematcht. Ziel der Studie war es, den Influenza- und Pneumokokkenimpfstatus sowie die Prävalenz von hospitalisierten Pneumonie-Patienten zu bestimmen.

Die Ergebnisse: Pneumonien, die einen Klinikaufenthalt nötig machen, traten bei RA-Patienten etwa 2-3-mal häufiger auf, in Regionen mit hohen Impfraten tendenziell seltener. RA-Patienten waren mit 40,8 und 15,0 Prozent häufiger gegen Influenza und Pneumokokken geimpft als die Kontrollpersonen (32,2 und 10,0 Prozent). Die höchsten Impfraten gab es in Ostdeutschland (Influenza 52 bis 59, Pneumokokken 16 bis 22 Prozent), die geringsten in Süddeutschland (26 bis 27 und 10 bis 12 Prozent).

Die Wissenschaftler folgern daraus, dass RA-Patienten trotz der häufigeren Impfungen eine Risikogruppe für Pneumonie sind. Die niedrigere Influenzaprävalenz in Ostdeutschland weise darauf hin, dass eine konsequentere Durchimpfung dazu beitragen könne, die Pneumonieprävalenz zu senken. (mmr)

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