Direkt zum Inhaltsbereich

Positive Langzeitdaten zu Botulinumtoxin

WIESBADEN (ner). Die Langzeittherapie mit Botulinumtoxin Typ A (Botox®) ist meist unproblematisch. Schwere unerwünschte Wirkungen seien ebenso wie die Bildung neutralisierender Antikörper sehr selten, berichten Neurologen.

Veröffentlicht:

Dies geht aus mehreren Langzeituntersuchungen hervor, die Professor Markus Naumann aus Augsburg vorgestellt hat. Darunter war eine Meta-Analyse zur Sicherheit und Verträglichkeit von Botulinumtoxin Typ A für mehrere Indikationsgebiete.

In die Analyse flossen Daten von 36 Placebo-kontrollierten Studien mit mehr als 2300 Patienten ein, berichtete Naumann beim Neurologen-Kongreß in Wiesbaden. Demnach kommen leichte unerwünschte Wirkungen seltener vor als mit Placebo, so Naumann bei einem vom Unternehmen Allergan unterstützten Symposium. Systemische unerwünschte Wirkungen seien nicht aufgetreten.

Bei 235 Patienten mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen, die zehn Jahre lang das Präparat bekommen hatten, lag die Rate unerwünschter Wirkungen zwischen zwei und zehn Prozent. Antikörper gegen das Toxin seien so gut wie nie relevant, sagte Naumann. Dies habe eine Beobachtungsstudie mit 326 Patienten mit zervikaler Dystonie ergeben.

Bei mehr als 1000 Serumproben waren nur bei einem Patienten Antikörper gegen das Toxin entdeckt worden. Die Antikörper hatten keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit. Erfahrungen mit Botulinumtoxin A bestehen seit 20 Jahren.

Zugelassen ist das Toxin in Deutschland beim Lidkrampf (Blepharospasmus), der vor allem bei Frauen über 50 relativ häufig ist, bei Spasmen der Gesichtsmuskulatur, bei Schiefhals (Torticollis spasmodicus) sowie bei fokaler Spastik wie beim dynamischen Spitzfuß und bei Spastik des Handgelenks bei Schlaganfallpatienten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

US-Datenbank-Analyse

Hochdosierter Influenza-Impfstoff könnte Demenz vorbeugen

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Dr_Microbe / stock.adobe.com

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Fünf Jahre orale Therapie mit Risdiplam

Breite Anwendbarkeit bei 5q-assoziierter SMA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck

US-Datenbank-Analyse

Hochdosierter Influenza-Impfstoff könnte Demenz vorbeugen

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt