Pädiatrie

Rotavirus-Infekte belasten Kinder und Eltern stark

LISSABON (fvw). Erkranken Kleinkinder an Brechdurchfall durch Rotavirus-Infektionen, werden die Familien ganz erheblich beansprucht. Das hat jetzt eine aktuelle Studie ergeben. Mit einer einfachen Schluckimpfung können solche Infektionen vermieden werden.

Veröffentlicht: 22.06.2006, 08:00 Uhr

Bei einem Symposium in Lissabon sind die Ergebnisse einer multizentrischen Beobachtungsstudie in sieben europäischen Regionen vorgestellt worden. Demnach ist im Winter ein Brechdurchfall bei zwei von drei Kleinkindern durch Rotaviren verursacht, wie Professor Pierre Van Damme aus Antwerpen berichtet hat.

95 Prozent der Kinder mit Rotavirus-Infektionen sind nach den Studiendaten sechs Monate bis zwei Jahre alt. In Deutschland müßten über 50 Prozent der durch Rotaviren erkrankten Kinder mindestens fünf Tage lang zu Hause intensiv betreut werden, so Van Damme bei einer Veranstaltung von Sanofi Pasteur MSD.

Mehr als 10 000 Kinder erkranken in Deutschland jedes Jahr an Rotavirus-Infektionen, jedes 45. davon muß in die Klinik. Mit dem neuen Impfstoff RotaTeq® können nach aktuellen Studiendaten 75 Prozent aller Erkrankungen verhindert werden, schwere Verläufe treten danach nur sehr selten auf (wir berichteten). Die neue Vakzine ist in Europa von der EMEA bereits zugelassen und soll in Kürze eingeführt werden.

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