Kommentar zu verschmutzter Luft

Sauberer, aber nicht rein

Dr. Robert BublakVon Dr. Robert Bublak Veröffentlicht:

Als Klementine in den 1980er-Jahren im Werbefernsehen auftrat, war ihr Slogan "Nicht nur sauber, sondern rein" ein geflügeltes Wort. Gemeint war damit freilich nicht die Luft.

Im Gegenteil: Der Begriff Smogalarm war damals ebenso bekannt wie das Waschmittel, für das Klementine warb - und Deutschlands Atmosphäre weit davon entfernt, sauber oder rein zu sein.

Das Waschmittel gibt es immer noch, den Smog der 80er-Jahre nicht mehr. Die Luft ist hierzulande sauberer geworden. Verglichen mit Zuständen, wie sie etwa aus Peking berichtet werden, sind deutsche Innenstädte Luftkurorte. Schadstoffe in der Luft sind aber schon in geringer Konzentration Gift, wie die ESCAPE-Studie erneut bestätigt hat.

Hatten die ESCAPE-Forscher zu Beginn des Jahres gezeigt, wie Feinstaub den Koronarien zusetzt, nahmen sie nun die Lungen in den Fokus. Und auch hier ist es der Feinstaub vom Typ PM10, der besonders schädlich wirkt. Schon ein Anstieg um 10 µg/m3 zieht Einschränkungen der Lungenfunktion nach sich.

Das zeigt, dass die europäischen Grenzwerte von 50 µg für den Tag und 40 µg für den Jahresdurchschnitt noch immer zu hoch liegen. Denn zumindest was die Luftqualität betrifft, hatte Klementine schon recht: Sauber allein genügt nicht.

Lesen Sie dazu auch: Verschmutzte Luft: Vor allem Adipöse leiden

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Kommentare
Dr. Wolfgang P. Bayerl 24.09.201415:41 Uhr

Verehrter Herr Robert Bublak, könnte man nicht in einem Ärzteblatt statt allgemeines bla, bla

ein paar harte Fakten bringen?
Kennen Sie oder die zitierten "Feinstaubforscher" denn etwas anderes als die "Größe" von Feinstaub?
Das soll noch Wissenschaft sein? Wissen Sie wieviel Feinstaub PM10 z.B. der Wald produziert?
Oder noch wichtiger: Ihr benutztes Schlafzimmer, oder Wohnzimmer, oder die Küche.
Ich kann Ihnen versichern, das ist mehr als 40µg/m3 und mehr als 50µg/m3 sondern eher 60µg/m3.
Es hängt etwas von der Beschaffenheit des Fußbodens und der Luftfeuchtigkeit ab.
Schlimmer ist es oft in vollen Klassenzimmern von der Luft, von über 100050µg/m3 in der Eckkneipe oder der Disco mit Rauchern ganz zu schweigen.
Es lohnt also die regelmäßige Lüftung JEDER Wohnung auch aus Feinstaubgründen.
Bei Wäldern sind besonders die Nadelwälder berüchtigt, diese können sogenannten leichtflüchtigen organischen Verbindungen produzieren, beispielsweise Terpene, welche wiederum in der Atmosphäre rasch oxidiert werden und zu Verbindungen reagieren, die unter geeigneten Bedingungen neue Aerosolpartikel bilden können. Das alleine kann einen bläulich schimmernder Nebel aus winzigen Aerosolpartikeln erzeugen, an denen ganz besonders der blaue Anteil des Sonnenlichts gestreut wird.
Einen solchen regelmäßigen Vorgang benannten schon vor Jahrhunderten die die Cherokee-Indianer Shalonage, Ort des blauen Nebels, in den dicht bewaldeten Great Smoky Mountains.
Von einem Wissenschaftler sollte man daher verlangen, dass er die Zusammensetzung von Feinstaub kennt.
Wüstensand ist z.B. gesund.
Im Schlafzimmer überwiegt schwebender Milbenkot.
Von grüne Politiker kann man allerdings keinerlei Vernunft erwarten.

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