Direkt zum Inhaltsbereich

Empfehlung der DEGUM

Schilddrüsenknoten: Ultraschall-Elastographie optimiert Diagnostik

Schilddrüsenknoten bei Kindern operieren? Die Ultraschall-Elastographie schafft laut DEGUM rasch Klarheit und hilft, unnötige Feinnadelpunktionen und Operationen zu vermeiden.

Veröffentlicht:
Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse: Wird ein Knoten entdeckt, lässt sich mit der Elastographie rasch klären, ob operiert werden muss.

Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse: Wird ein Knoten entdeckt, lässt sich mit der Elastographie rasch klären, ob operiert werden muss.

© familylifestyle / stock.adobe.com

Stuttgart. Etwa 55.000 Kinder bis 15 Jahre haben in Deutschland Schilddrüsenknoten. Daher stellt sich häufig die Frage: Ist der Knoten gut- oder bösartig? Was ist zu tun? Nach den üblichen ersten Untersuchungen – also dem Tastbefund, einer Ultraschalldiagnostik sowie nach der Bestimmung der Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) und der Tumormarker Calcitonin – empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) den Einsatz der Ultraschall-Elastographie.

Mit dieser Methode könne rasch und mit hoher Sicherheit geklärt werden, ob punktiert oder operiert werden muss, teilt die DEGUM mit. Außerdem: Die Elastographie sei im Gegensatz zur Szintigraphie komplett strahlenfrei und im Vergleich zur Feinnadelpunktion schmerzfrei.

Genauere Eingrenzung von Knoten möglich

Ein weiterer Vorteil der Elastographie: Auch wenn die Elastographie die Feinnadelpunktion nicht ersetzt, so ist laut DEGUM mittels Elastographie eine deutlich bessere und genauere Eingrenzung von Knoten für die weitere Diagnostik möglich. Sie helfe, unnötige Feinnadelpunktionen oder auch Operationen zu vermeiden.

„Bei der Punktion kann es zudem passieren, dass die Gewebeprobe im schlimmsten Fall aus Knoten-Arealen stanzt, die noch gutartig sind, während direkt daneben bereits krankhaft verändertes Gewebe wuchert. Die Sono-Elastographie hingegen liefert ein exaktes Ergebnis“, wird DEGUM-Experte Professor Tilman Rohrer von der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie am Universitätsklinikum des Saarlandes, in der Mitteilung zitiert.

Doch wie funktioniert die Sono-Elastographie? Und warum ermöglicht sie so genaue Ergebnisse bei der Diagnostik von Schilddrüsenknoten? „Der behandelte Arzt übt mit dem Ultraschallkopf einen sanften Druck auf die Schilddrüse aus, so dass die Verformbarkeit des Knotens genau entdeckt und durch ein spezielles Computerprogramm vermessen wird“, erläutert Professor Jörg Bojunga, Leiter des Schwerpunktes Endokrinologie und Diabetologie des Universitätsklinikums Frankfurt.

„Das ganze Areal wird dann plakativ farblich am Bildschirm dargestellt. Wenn sich vorwiegend Grünanteile zeigen, liegt ein weicher Knoten vor, der in etwa 97 bis 99 Prozent der Fälle gutartig ist. Ein Großteil der Schilddrüsenknoten entpuppt sich glücklicherweise als gutartig und muss demzufolge weder punktiert noch operiert werden.“ (eb/ikr)

Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update 2026

S3-Leitlinie Lungenkrebs: Das sind die wichtigsten Änderungen

Lesetipps
Ein Dermatologe mit blauen Handschuhen untersucht im Rahmen einer Hautkrebsvorsorgeuntersuchung die durch einen Kreis als auffällig markierten Muttermale auf dem Rücken eines Mannes.

© kinomaster / stock.adobe.com

Frage an die Ethiker

Darf der Intimbereich beim Hautkrebs-Screening ausgelassen werden?

Ein junger Mann liegt im Herz-CT und bekommt gleichzeitig ein EGK geschrieben.

© Svitlana / stock.adobe.com

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte