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Studie belegt

Sport nach Infarkt kann Leben retten

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Zweimal die Woche für 30 Minuten sportliche Bewegung – das tut Patienten nach einem Herzinfarkt nachgewiesenermaßen sehr gut.

Zweimal die Woche für 30 Minuten sportliche Bewegung – das tut Patienten nach einem Herzinfarkt nachgewiesenermaßen sehr gut.

© eclipse_images / Getty Images / iStock

Wer nach einem Herzinfarkt sportlich aktiv wird oder bleibt, sorgt dafür, dass seine Überlebenschance sich deutlich erhöht. Das geht aus einer schwedischen Studie mit mehr als 22.000 Infarktpatienten hervor.

STOCKHOLM.  Die Gefahr, vier Jahre nach einem Herzifarkt nicht mehr am Leben zu sein, kann durch regelmäßiges sportliches Training mehr als halbiert werden, wie die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) mitteilte.Sie bezieht sich dabei auf eine Studie, die am vergangenen Wochenende beim Kongress EuroPrevent 2018 vorgestellt worden ist.

Schwedische Wissenschaftler haben für die Studie über 22.000 Herzinfarkt-Patienten beobachtet, die einen Infarkt zwischen 2005 und 2013 erlitten hatten. Die Studienteilnehmer sollten in den Wochen sechs bis zehn und nach zwölf Monaten jeweils berichten, wie oft sie sich in den jeweils vergangenen sieben Tagen für mindestens 30 Minuten sportlich betätigt hatten. Während der Follow-up-Zeit von im Mittel 4,2 Jahren starben 1087 der Probanden.

Die abschließende Analyse verdeutlichte einen deutlichen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität nach dem Infarkt und einem verringerten Risiko, im Beobachtungszeitraum zu sterben. So hatten Patienten, die nach dem Infarkt verstärkt Sport machten, ein um 51 Prozent verringertes Mortalitätsrisiko im Vergleich zu jenen, die inaktiv blieben. Wer vorher und nachher sportlich aktiv war, hatte sogar ein um 59 Prozent verringertes Risiko. Selbst wer nach dem Infarkt sich zunächst noch sportlich betätigt, dies aber nach zwölf Monaten eingestellt hatten, konnten noch einen Nutzen über die Zeit "retten".

Der Vorteil von Sport nicht allein zur Vermeidung eines Herzinfarkts, sondern auch danach sei durch die Studie klar belegt, so Studienleiter Dr. Örjan Ekblom von der Swedish School of Sport an Health Sciences in der ESC-Mitteilung. Infarktpatienten sollte daher zweimal wöchentlich Sport regelhaft empfohlen werden – unabhängig von der Infarktschwere – so wie ihnen auch zu einer besseren Ernährung, weniger Stress und Rauchstopp geraten werde.

Unklar sei noch, welche Art von Sport besonders günstig sei, etwa eher aerobes Ausdauertraining oder Kraft- und Wiederstandsübungen oder einer Kombination beider Formen. "Ist zum Beispiel regelmäßiges Spazierengehen ausreichend oder sind anstrengendere Übungen, die Patienten auch mal aus der Puste bringen, sinnvoll?", verdeutlichte Ekblom. Antworten auf diese Frage könnten helfen, den Patienten dann auch einen noch spezifischeren Rat zu geben. (run)

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Kommentare
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