Virusinfektionen

Unterstützung für die Immunabwehr

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FREIBURG. Forscher der Uniklinik Freiburg haben einen wichtigen Ansatzpunkt gefunden, um den Körper bei der Abwehr von Virusinfektionen zu unterstützen. Das Team um den Biochemiker PD Dr. Günter Fritz und den Biologen Dr. Klaus-Peter Knobeloch, beide Forschungsgruppenleiter am Institut für Neuropathologie des Universitätsklinikums Freiburg, untersuchte das Protein USP18, teilt die Uni Freiburg mit.

Hat das Immunsystem eine Virus-Infektion erfolgreich bekämpft, dient USP18 als Stopp-Signal, das den Abwehrmodus beendet. Hemmt USP18 die Virusabwehr aber zu früh, verhindert es eine effektive Bekämpfung des Erregers.

Die Freiburger Forscher entschlüsselten jetzt bei Mäusen die dreidimensionale Struktur des Proteins und klärten damit auf atomarer Ebene, wie USP18 mit anderen Proteinen wechselwirkt (Nature Structural and Molecular Biology 2017; online 6. Februar).  Dadurch konnten sie zeigen, wie USP18 ein für die Virenabwehr bedeutendes Protein (ISG15) zerschneidet und ausschaltet.

Wenn die Erkenntnisse beim Menschen bestätigt werden, bilden sie die Grundlage zur Erforschung neuer antiviraler Therapeutika, heißt es in der Mitteilung.

Aus früheren Studien ist bekannt, dass der komplette Verlust von USP18 zu chronischen Entzündungen führt. "Unsere Erkenntnisse könnten jetzt bei der Entwicklung eines Hemmstoffs helfen, der USP18 nur zeitweise blockiert und so die akute Virusabwehr stärkt", wird Knobeloch in der Mitteilung zitiert. "Die zeitlich begrenzte Blockade von USP18 verhindert chronischen Entzündungen und verlängert gleichzeitig die Immunreaktion auf natürlichem Wege", ergänzt Fritz.(eb)

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