Fettleber

Verfettung des Organes könnte gebremst werden

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LEIPZIG. Forscher der Uni Leipzig haben entdeckt, wie bei der Entstehung einer Fettleber die Verfettung der Organes vermindert werden könnte (eLIFE 2016, online 16. Mai). Dabei sei die Kommunikation zwischen den Zellen von Bedeutung, teilt die Universität Leipzig mit.

Forscher am Institut für Biochemie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig gingen der Frage nach, inwieweit die Signalübertragung der Zellen die Stoffwechselprozesse der Leber steuern können. Forscher um Dr. Madlen Matz-Soja hätten nachgewiesen, dass eine verminderte Aktivität des Hedgehog (Hh)-Signalweges die Energiegewinnung der Zellen vermindern und die Bildung von Fetten steigern kann.

Bisher sei dieses Hh-Signalmolekül kaum mit der Stoffwechselregulierung in Verbindung gebracht, heißt es in der Mitteilung. Hh-Signalmoleküle wurden bisher insbesondere mit der Entwicklung des Embryos und Organbildung in Verbindung gebracht.

Weiterhin hätten die Forscher gezeigt, dass durch eine Stimulierung bestimmter Faktoren des Hh-Signalweges, etwa des so genannten GLI3-Faktors, die Verfettung der Leber verringert werden kann.

Inwieweit sich durch diese Ergebnisse neue Therapiestrategien entwickeln können, wollen die Forscher in Zukunft klären. "Die Ergebnisse der Studie können uns ganz neue Wege für zukünftige Behandlungstherapien aufzeigen.

Verbreitete Volkskrankheiten der Wohlstandsgesellschaft, wie die Fettleber und deren Begleiterkrankungen, können wir nun besser verstehen und eventuell effektiver heilen", wird Matz-Soja in der Mitteilung der Uni Leipzig zitiert.

Zusätzlich sollen in zukünftigen Studien auch Wechselwirkungen mit anderen Signalwegen eingebunden werden, etwa die von Insulin. Damit soll geklärt werden, ob der Hh-Signalweg auch Einfluss auf die Ausbildung einer Insulin-Resistenz haben kann. Dies könnte neue Wege in der Diabetestherapie aufzeigen. (eb)

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