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Bessere Prognose

Weniger Vorhofflimmern-Rezidive nach Katheterablation

Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) bleiben heute nach einer Katheterablation häufiger rezidivfrei als noch vor zehn Jahren.

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Risikofaktoren für ein frühes Wiederauftreten von Rhythmusstörungen sind: weibliches Geschlecht, Bluthochdruck, eine Vorhofflimmerndauer von mehr als zwei Jahren und eine vorausgegangene Kardioversion.

Risikofaktoren für ein frühes Wiederauftreten von Rhythmusstörungen sind: weibliches Geschlecht, Bluthochdruck, eine Vorhofflimmerndauer von mehr als zwei Jahren und eine vorausgegangene Kardioversion.

© adimas / stock.adobe.com

HELLERUP. Seit der Einführung der Katheterablation von Vorhofflimmern im Jahr 1998 hat sich das Verfahren, unter anderem mit besserem 3D-Mapping oder mit der Kryoballon-Technik, erheblich weiterentwickelt, gleichzeitig ist die Indikation zur Ablation dahingehend erweitert worden, dass auch ältere Patienten mit Komorbiditäten behandelt werden. Wie sich das in der Summe auf das Rezidivrisiko auswirkt, haben dänische Ärzte mithilfe landesweiter Register nachvollzogen (Eur Heart J 2017, online 28. August).

Zwischen 2005 und 2014 hatten 5425 Vorhofflimmernpatienten eine erste Ablation erhalten. In diesem Zeitraum war das Alter der Patienten gestiegen, von median 59 auf 62 Jahre. Das Schlaganfallrisiko gemäß CHAD2S2-VASc-Score nahm ebenfalls zu. Einen Rückgang gab es dagegen bei der Dauer der Rhythmusstörung, dem Gebrauch von Amiodaron und dem Anteil der Patienten, bei denen vorher ein Kardioversionsversuch unternommen worden war.

Diese Veränderungen waren begleitet von einer kontinuierlichen Abnahme des Rezidivrisikos innerhalb des ersten Jahres: Es lag 2005/2006 bei 45 Prozent und sank auf 31 Prozent in den Jahren 2013/2014. Wenn die Risikoprofile der Patienten berücksichtigt wurden, entsprach dies fast einer Halbierung des Ein-Jahres-Rezidivrisikos (Odds Ratio 0,57). Ein vermindertes Rezidivrisiko zeigte sich auch bei den meisten Patientensubgruppen, nur bei Patienten nach Kardioversion oder mit Herzinsuffizienz, Diabetes oder chronischer Nierenerkrankung blieb das Risiko unverändert.

Als Risikofaktoren für ein frühes Wiederauftreten der Rhythmusstörung erwiesen sich weibliches Geschlecht, Bluthochdruck, eine Vorhofflimmerndauer von mehr als zwei Jahren und eine vorausgegangene Kardioversion.

In der Langzeitbeobachtung zeigte sich ebenfalls durchgängig ein niedrigeres Rezidivrisiko bei Interventionen jüngeren Datums. Das Fünf-Jahres-Risiko für erneutes Vorhofflimmern ging von 73 (2002/2003) auf 60 Prozent zurück (2011/2012). Die meisten Rezidive ereigneten sich bereits in den ersten zwei Jahren nach der Ablation.

Ein Nachteil der Untersuchung ist, dass sie keine Angaben zum Muster des Vorhofflimmerns machen kann. Es ist bekannt, dass Patienten mit paroxysmalem Typ nach einer Ablation seltener Rezidive entwickeln.(bs)

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