Mecklenburg-Vorpommern

„Frau des Jahres“ gründet Beratungsangebot zu Long-COVID in Rostock

Long-COVID-Patienten sind die Zielgruppe eines neu gegründeten Instituts in Rostock. Gründerin ist Dr. Jördis Frommhold, die „Frau des Jahres“ in Mecklenburg-Vorpommern.

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Will die Beratung zu Long-COVID ausbauen: Pneumologin Dr. Jördis Frommhold

Will die Beratung zu Long-COVID ausbauen: Pneumologin Dr. Jördis Frommhold

© Peter Hamel

Rostock. In Rostock eröffnet am 1. Oktober eine „Institut Long Covid GmbH“. Ziel ist die Aufklärung der Patienten über den Umgang und mögliche Behandlungen der Erkrankungen.

Gründerin und bislang einzige Gesellschafterin des Instituts ist Internistin und Lungenfachärztin Dr. Jördis Frommhold. Die 41-Jährige war im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern als „Frau des Jahres“ für ihre Verdienste ausgezeichnet worden. In ihrer Tätigkeit als Chefärztin der Median Klinik in Heiligendamm hatte sie früh mit der Behandlung von Long-COVID-Patienten begonnnen.

Inzwischen hat sie nach eigenen Angaben mehr als 5500 Patienten behandelt. In der Klinik wird sie noch bis Jahresende tätig sein und sich anschließend auf das Institut konzentrieren.

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Long-COVID-Patienten brauchen Information und Steuerung

„Das Institut soll eine Lotsenfunktion für die Information von Patienten einnehmen“, sagte Frommhold. Nach ihrer Wahrnehmung erhalten bislang nur wenige Long-COVID-Patienten Empfehlungen für die weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Zusätzlich zur ärztlichen Expertise plant sie, verschiedene therapeutische Berufe zu integrieren.

Die Beratungen werden als privatärztliche Leistungen abgerechnet. Sie können im Institut oder per Videosprechstunde erfolgen. Weitere Angebote des Instituts:

  • Beratungen von Kliniken über die Etablierung neuer Behandlungskonzepte und die alternative Nutzung freier Bettenkapazitäten für Long-COVID-Patienten.
  • Schulung und Aufklärung von Unternehmen, die Long-COVID in ihrem Gesundheitsmanagement berücksichtigen wollen.
  • Wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Universitäten.

Zur Eröffnung wird es am Sonnabend ein Symposium in Rostock geben, an dem u.a. Landesgesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) und Professor Andreas Crusius, Präsident der Landesärztekammer, teilnehmen werden. (di)

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