Impfen in Apotheken

Impfstoff-Knappheit legt Modellprojekt in Nordrhein lahm

Das Modellprojekt zur Grippeimpfung in rheinischen Apotheken, kann vorerst nicht weiter beworben werden: Die Nachfrage sei zwar groß, der Impfstoff jedoch zu knapp.

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Düsseldorf. Die mangelnde Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen hat auch Auswirkungen auf die Grippeimpfung in Apotheken. In Nordrhein haben die AOK Rheinland/Hamburg und der Apothekerverband beschlossen, das Angebot vorerst nicht mehr zu bewerben.

Als Teil einer Blitzumfrage zur Verfügbarkeit von Impfstoffen in den Apotheken hatte der Apothekerverband Nordrhein die rund 60 Apotheken, die bereits Grippeschutzimpfungen anbieten, gesondert befragt. Danach können sie zurzeit das Angebot wegen der Impfstoff-Knappheit nicht in vollem Umfang umsetzen.

Das von Ärzten heftig kritisierte Modellprojekt zur Grippeimpfung in rheinischen Apotheken ist am 6. Oktober mit der ersten Impfung in einer Offizin in Bornheim bei Bonn gestartet. Das Interesse ist groß. „Täglich melden sich hunderte Versicherte an der Versicherten-Hotline der AOK Rheinland/Hamburg und beim Apothekerverband, um sich über impfende Apotheken zu informieren“, berichtet der Verbandsvorsitzende Thomas Preis.

Preis ist erfreut über die „äußerst positive Resonanz“. Angesichts der aktuellen Knappheit wollen die Kasse und der Verband die Bewerbung des Angebots erst einmal den einzelnen Apotheken überlassen. Eine Veröffentlichung aller teilnehmenden Offizinen soll erst dann erfolgen, wenn wieder ausreichend Grippeimpfstoff zur Verfügung steht.

„Nicht nur mit Blick auf die flächendeckende Umsetzung unseres Modellprojekts hoffen wir darauf, dass sich die Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen schnell verbessert“, sagt Preis. (iss)

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