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Europäische Kommission

Tocilizumab als Therapie bei schwerer COVID-19 zugelassen

Das Rheumamedikament Tocilizumab ist zur Therapie bei Erwachsenen mit schwerer COVID zugelassen worden, berichtet der Hersteller Roche. Erst kurz zuvor hatte die EMA grünes Licht gegeben.

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Das Rheumaarzneimittel Tocilizumab kann jetzt auch bei schwerem Corona-Verlauf gegeben werden.

Das Rheumaarzneimittel Tocilizumab kann jetzt auch bei schwerem Corona-Verlauf gegeben werden.

© mbruxelle / stock.adobe.com

Basel. Das Rheumamedikament Tocilizumab (RoActemra®) ist Angaben des Herstellers Roche zufolge in der EU zur Therapie bei Erwachsenen mit schwerer COVID zugelassen worden, und zwar bei Patienten, die eine systemische Therapie mit Kortikosteroiden benötigen sowie eine zusätzliche Sauerstoffgabe oder mechanische Beatmung. Erst am Montag, 6. Dezember, hatte der CHMP-Ausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde das Medikament zur Zulassung empfohlen.

Die EMA verwies in ihrer Empfehlung auf eine Studie mit 4116 schwerkranken COVID-Patienten, die zusätzlichen Sauerstoff oder eine mechanische Beatmung benötigten und hohe Konzentrationen an C-reaktivem Protein im Blut aufwiesen. In der Patientengruppe, die Tocilizumab zusätzlich zur Standardtherapie erhielten, starben demnach 31 Prozent innerhalb von 28 Tagen nach Therapiebeginn (621 von 2022). In der Patientengruppe, die nur die Standardtherapie erhielten, starben dagegen 35 Prozent (729 von 2094).

Unterschiede zeigten sich auch bei der Hospitalisierungsdauer: In der zusätzlich mit Tocilizumab behandelten Patientengruppe konnten 57 Prozent die Klinik innerhalb von 28 Tagen verlassen, in der Gruppe, die nur die Standardtherapie erhielt, waren es 50 Prozent.

Die EMA berichtet auch, dass die Studienergebnisse darauf hinweisen, dass ein Anstieg der Mortalität bei der Anwendung von Tocilizumab bei Patientinnen und Patienten, die keine systemischen Kortikoide erhalten, nicht ausgeschlossen werden könne. (bae)

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