Glosse

Großer Bruder, kleine Uhren

Datenschutz... Immer der gleiche Grund, um Innovationen zu verhindern! Schauen wir uns einmal an, welche Vorteile es hat, seine Gesundheitsdaten großzügig zu verteilen. Ein Appell – für welche Seite auch immer.

Veröffentlicht:
Eine Smartwach mit Auge im Inneren.

Überwachung pur? Eine Smartwach mit Auge im Inneren.

© ajo via Adobe Firefly (Generated by AI)

George Orwell hätte gestaunt, hätte er gewusst, wie sich die Gesellschaft entwickelt: Im Jahre 2025 geben die Menschen viele Daten bereitwillig heraus – nicht aus Zwang, sondern weil es so schön praktisch ist! Handy verloren? Macht nichts, in der Cloud liegen alle Passwörter und die Fotos vom letzten Kindergeburtstag. Die Smartwatch trackt Herzfrequenz und Schlaf? Aber gerne doch! Bei anonymisierten Gesundheitsdaten zögern wir aber. Kann man da wirklich Forschern vertrauen... Lieber nicht!

Jetzt will das Uhren-Unternehmen Giant Brother daraus eine Geschäftsidee formen – und die Daten an die richtigen Stellen verkaufen. Meine Uhr weiß mehr über mich als mein Hausarzt? Klasse für die Kasse! Dank des Schrittzählers weiß meine Krankenkasse, wann ich faul war – und KI berechnet, ob mein Bewegungsmangel noch mit Motivation oder schon mit Sanktionen bekämpft werden muss. Datenschutz? Keine Sorge, die AGB wurden auf 87 Seiten detailliert erklärt. Die KI weiß übrigens auch, dass Sie heimlich nachts Schokolade naschen, weil Ihr Blutzuckersensor das registriert hat...

Information an den Supermarkt: Keine Süßigkeiten mehr für mich. Und Ihr Gym um die Ecke hat bereits ein Angebot über einen Abspeckkurs eingeworfen; Bauchprävention nennen sie das. Für besseren Schlaf sendet Giant Brother eine Empfehlung für eine bessere Matratze. Die REM-Phasen haben dem Algorithmus die letzten Wochen nicht gefallen. Abends stehen Sie vor dem Spiegel und fragen sich, ob Sie überhaupt noch selbst entscheiden dürfen, wie es Ihnen geht. Ihr Mood-Ring zeigt jedenfalls an, dass Sie am Zweifeln sind. (ajo)

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