Direkt zum Inhaltsbereich

„ÄrzteTag“-Podcast

Hausarzt zu Kodierhilfen: „Die Umsetzung der Dauerdiagnosen ist eine Katastrophe“

Die Kodierhilfen in der Praxissoftware sind zu Jahresbeginn bei vielen Ärzten aktiv geschaltet worden. Wo Probleme liegen und für Praxen was sogar Regressgefahr bringen könnte, erläutert Hausarzt Dr. Christoph Claus aus Nordhessen im „ÄrzteTag“-Podcast.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:
Dr. Christoph Claus ist Hausarzt in Grebenstein, nördlich von Kassel. Er sieht einen groben Webfehler in den Kodierhilfen der KBV.

Dr. Christoph Claus ist Hausarzt in Grebenstein, nördlich von Kassel. Er sieht einen groben Webfehler in den Kodierhilfen der KBV.

© Porträt: Privat | Hirn: granded

Die Kodierhilfen für die Diagnosenschlüssel haben nach ihrer Einführung zu Jahresbeginn noch keine großen Schlagzeilen gemacht. Es gebe keine negativen Rückmeldungen von der Basis, meldeten in der vergangenen Woche die KBV-Vorstände Dr. Andreas Gassen und Dr. Stephan Hofmeister im Interview mit der „Ärzte Zeitung“. Also alles in Butter? Mitnichten! Wir haben beim Hausarzt Dr. Christoph Claus nachgefragt, der ein anderes Bild zeichnet, vor allem von der Dokumentation der Dauerdiagnosen.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Podigee Um mit Inhalten aus Podigee und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Claus, in Nordhessen in einer Gemeinschaftspraxis niedergelassen und berufspolitisch im Hausärzteverband Hessen aktiv, hat in seiner Software bemerkt, dass Dauerdiagnosen, die bereits länger zurückliegen, aus den behandlungsrelevanten Diagnosen entfernt werden, ohne dass er dies bemerkt. Er befürchtet, dass Ärzte, die nicht darauf achten, in eine Regressfalle laufen könnten – zum Beispiel, weil sie Medikamente aufschreiben, ohne dass dies Bezug zu einer Behandlungsdiagnose hat. Auch Chronikerpauschalen oder die P3 im Hausarztvertrag könnten in solchen Fällen gefährdet sein.

Im Podcast erläutert Claus, wie er sich dagegen schützt, warum er sich über die Zusatzarbeit ärgert und was manche KVen zum Schutz ihrer Mitglieder tun könnten, um die Fehlerwahrscheinlichkeit zu reduzieren. (Dauer: 27:52 Minuten)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Dr. Joachim Seffrin 19.01.202213:28 Uhr

Wer bei der KBV hat „die Basis“ gefragt, ob das negativ zu bewerten ist? Ich wurde nicht gefragt (wie wohl auch kaum ein anderer Leser). Unsäglich, Missbrauch und Vernichtung von Arbeitskraft und Zeit. Nicht zu Ende gedacht und skandalös, schlussendlich ein Nullsummenspiel.

Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Dr. Tino Großmann, Senior Vice President Connectivity bei der CompuGroup Medical

© CGM

„ÄrzteTag extra“-Podcast

„Die eAU wird der entscheidende Meilenstein sein“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: CompuGroup Medical
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen

Virushepatitis im Urlaub

Hepatitis auf Reisen: Wie schützen und wen?

Lesetipps
Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Einzelne Bilder von Lebensmitteln die reich an Histamin sind.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen