„ÄrzteTag“-Podcast

Herzinfarkt im Corona-Lockdown: „Die Patienten sind sehr spät ins Krankenhaus gekommen“

An der Uniklinik Ulm wurden im Lockdown deutlich weniger Infarktpatienten aufgenommen. Krasse Unterschiede gibt es beim NSTEMI – und manchen Laborparametern. Im „ÄrzteTag“ sprechen wir mit Studienleiter Armin Imhof über die möglichen Ursachen und ihre klinische Bedeutung.

Von Denis Nößler Veröffentlicht: 07.07.2020, 17:07 Uhr
Herzinfarkt im Corona-Lockdown: „Die Patienten sind sehr spät ins Krankenhaus gekommen“

Kardiologe Professor Armin Imhof

© Uniklinikum Ulm

In der Zeit des Corona-Lockdowns ab Mitte März ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich gesunken. Diese Befunde etwa des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO) hat auch eine Forschergruppe aus Ulm um den Kardiologen Professor Armin Imhof erhärtet. In den 31 Tagen nach dem 21. März wurden an der dortigen Notaufnahme und Intensivmedizin 22 Prozent weniger Patienten mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandelt, als in vergleichbaren Vorjahreszeiträumen (Clin Res Cardiol 2020; online 3. Juni).

Besonders auffällig bei den Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) war der Rückgang beim Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI). Unterschiede gab es auch anamnestisch: So hatten während Corona mehr als doppelt so viele Patienten eine TIA oder einen Schlaganfall in der Vorgeschichte der diastolische Blutdruck war im Mittel höher (85 vs. 77 mmHg). Bei STEMI-Patienten fanden die Ulmer Ärzte deutliche Unterschiede bei den Plasmakonzentrationen von Troponin T und der Kreatininkinase. Das Troponin war im Mittel signifikant sogar mehr als dreimal höher als im Vergleichszeitraum.

In dieser „ÄrzteTag“-Episode sprechen wir mit Armin Imhof über die möglichen Ursachen dieser Unterschiede und ihre klinische Bedeutung. (Dauer: 13:58 Minuten)

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