„ÄrzteTag“-Podcast

Pusht die Corona-Krise die Telemedizin?

COVID-19 hat die Digitalisierung in der Medizin erlebbar gemacht. Professor Jörg Debatin, Leiter des health innovation hub des Bundesgesundheitsministeriums, ist überzeugt, dass das noch langfristig in die schwelenden Diskussionen um Chancen und Risiken einer digitalen Medizin einspielen wird.

Von Margarethe Urbanek Veröffentlicht: 19.05.2020, 15:47 Uhr
Pusht die Corona-Krise die Telemedizin?

Professor Jörg Debatin leitet seit einem Jahr den „health innovation hub“ des Bundesgesundheitsministeriums – eine Ideenfabrik für digitale Gesundheitslösungen.

© Jan Pauls

Durch COVID-19 hat die Telemedizin auch im eigentlich Technik-kritischen Deutschland einen rasanten Aufschwung erhalten. Dinge, deren Nutzen für die Praxis lange in Frage gestellt wurden, funktionieren plötzlich; Abrechnungsmodalitäten wurden geöffnet; Patienten fragen insbesondere die Videosprechstunde stark nach. Was hat es mit dem Aufschwung auf sich – und welche Lösungen, die sich gerade auftun, werden auch unabhängig von der Pandemie den Weg in den Regelbetrieb schaffen? Das erläutert Professor Jörg Debatin, Leiter des „health innovation hub“ des Bundesgesundheitsministeriums im Podcast-Gespräch. (Dauer 15:28 Minuten)

Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

Warum Berliner Amtsärzte gegen die Corona-Ampel sind

„ÄrzteTag“-Podcast

Pusht die Corona-Krise die Telemedizin?

Kommentare
Kurt-Michael Walter

Die Begriffsbestimmung zur "Telemedizin" ist ein Relikt aus den Gründerjahren der rein elektrischen Telefonie und Telegraphie.

Schon bei der Begriffsbestimmung hapert es in der Gesundheitsbranche. Die Akteure (meist etwas ältere Herrschaften) in den Spitzenkremien der Gesundheitsbranche verharren größtenteils in alten Begriffs- Kenntnis- und Verhaltensmustern der Vergangenheit.

Telemedizin kann niemand mehr pushen, denn die Telemedizin ist eine veraltete Technik!

Die zeitgemäße Veranschaulichung zur Einordnung der IT/K in übergeordnete Systeme sind:
1. IT-User und IT-basierte Organisationsprozesse,
2. IT-Funktionen: Services und Applikationen / Portale und Betriebssysteme,
3. IT-Infrastruktur(en) als technische Basis und/oder
4. IT/K angebotenen Dienste, nach dem Konzept SOA (Serviceorientierte Architektur).

Einfaches Beispiel ist die "Corona App": Nennen wir sie aus der Sicht der "Telematiker" dann "Corona-Teleapp"?

Also bevor "gepuscht" werden kann, müssen zu aller erst die verantwortlichen Akteure in der Gesundheitspolitik und den Selbstverwaltungskremien mit der neuen Technik vertraut machen um dann auf der Grundlage neuster ITK-Erkenntnisse und Techniken verantwortungsvoll entscheiden zu können.


Dieter Döring

Nein tut sie nicht.
Arbeitsaufwand und Finanzierung stehen in keinem gesunden Verhältnis. Dazu kommt noch, dass die meisten Patienten damit vollkommen überfordert sind. Mit Telefon und E-Mail geht es billiger und besser. Kann nur raten, die Finger davon zu lassen.
Dieter Döring
FA für Allgemeinmedizin
Essen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Ist der ICD noch immer ein Lebensretter?

Kardiologie

Ist der ICD noch immer ein Lebensretter?

Chloroquin und Co: Geringe Erfolgsaussicht bei COVID-19

Neue Datenanalyse

Chloroquin und Co: Geringe Erfolgsaussicht bei COVID-19

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden